News & Aktuelles 2012

News & Aktuelles 20112010, 2009, 2008

09.05.2012
"Jungtier ist noch namenlosElefantenbulle im Berliner Tierpark geboren
Von Birgitt Eltzel
Das erste von drei in diesem Jahr erwarteten Elefantenbabys in Zoo und Tierpark Berlin ist da: Am Dienstagmorgen hat im Tierpark die Asiatische Elefantenkuh Nova einen kleinen Bullen geboren.
„Mutter und Jungtier sind wohlauf“, sagte Zoosprecherin Claudia Bienek. Das Junge sei gesund und trinke gut. „Mutter und Jungtier sind wohlauf“, sagte Zoosprecherin Claudia Bienek. Das Junge sei gesund und trinke gut. Der kleine Bulle ist noch namenlos. Er ist das dritte Kind von Nova, Vater ist der  Bulle Ankhor. Insgesamt ist es laut Bienek die 17. Elefantengeburt im Tierpark. Die zweite Geburt steht dann dort bei Kewa an, ebenfalls eine Asiatische Elefantenkuh. Die Zoologen erwarten ihren Nachwuchs voraussichtlich im Juli. Im Zoo ist Pang Pha trächtig, auch eine Asiatische Elefantin. Kompliziert ist dabei, dass alle Zoo-Elefanten vom Herpes-Virus befallen sind. Dagegen gibt es weltweit noch keine Medizin. Bereits drei Nachkommen von Pang Pha sind an der Krankheit gestorben.
Die Tragezeit bei Elefanten beträgt  20 bis 23 Monate, die Jungtiere sind zwischen 100 und 120 Kilogramm schwer. Ihre Mütter können bis zu vier Tonnen wiegen."
Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/berlin/jungtier-ist-noch-namenlos-elefantenbulle-im-berliner-tierpark-geboren,10809148,15205030.html

Der Zoo Prag hat heute 2 neue Elefanten erhalten. Mutter Douanita und Tochter Tonya kamen aus dem Zoo Rotterdam.
Douanita ist trächtig und erwartet ihr Kalb Anfang 2013.
Dienstag Morgen began der Umzug, nach 14 Stunden, waren die beiden Tiere dann in Prag. In den nächsten Tagen sollen sie die andren Elefanten kennenlernen.
Siehe auch: http://www.zoopraha.cz/cs/o-zviratech/novinky/do-prahy-prijely-dve-nove-slonice

Plankendeal
Sehr bald tauscht die fünfköpfigen Elefantenherde den ägyptischen Tempel im Antwerpener Zoo mit einem Fünf-Sterne-Tempel in Planckendael. Dort werden sie ihren Zuhause in einem Elefanten-Paradies von 12.000 qm Größe haben, das für bis zu 15 Tieren Platz bietet.
Kreisen Sie folgende Termine in Ihrem Terminkalender an:
Ersten Juni-Woche: Hussein kommt nach Planckendael
Planckendael  erwartet die Ankunft des neuen Bullen Hussein aus dem Zoo in Hamburg. Er kann sich in Planckendael die Ankunft seines neuen Harems freuen. Das genaue Datum seiner Ankunft geben wir bald auf dieser Website bekannt.
18. Juni: Kai Mook, May Tagu, Phyo Phyo, Yu Yu Yin und Dumbo ziehen nach Planckendael
Auszug der Kühe aus dem Zoo Antwerpen. Von den Tieren selbst werden sie an diesem Tag nicht viel sehen, aber man kann den Umzug via Facebook und Twitter verfolgen.
29. Juni: Der Elefant Tempel öffnet seine Pforten!
Die Tiere haben 10 Tage Zeit, um sich an ihr neues Luxus-Resort zu gewöhnen. Am 29. Juni folgt die Eröffnung des Elefanten-Tepel für die Öffentlichkeit! Wir erwarten euch alle sie in den neuen Haus zu entdecken ...
Vor dem Ende des Sommers: 2 Jungbullen kommen in den Zoo
Ankunft von 2 neuen, jungen Bullen in Zoo Antwerpen. Das gibt uns Zeit, um den agyptischen Tempel umzubaueb und zu sanieren.
Siehe auch: http://www.kaimookverhuist.be/nl/news/save-the-date

08.05.2012
"Circus Krone trauert um Elefant Colonel Joe
Der Circus Krone trauert um den Elefantenbullen Colonel Joe - es ist der dritte tote Dickhäuter in einem deutschen Zirkus seit Jahresanfang. "Du hast Kinder erfreut mit deiner Kunst und deiner Pracht, du warst die Seele unserer Elefantenherde", sagte die Geschäftsführerin des Münchner Circus Krone, Christel Sembach-Krone, am Freitag.
München (dapd). Der Circus Krone trauert um den Elefantenbullen Colonel Joe - es ist der dritte tote Dickhäuter in einem deutschen Zirkus seit Jahresanfang. "Du hast Kinder erfreut mit deiner Kunst und deiner Pracht, du warst die Seele unserer Elefantenherde", sagte die Geschäftsführerin des Münchner Circus Krone, Christel Sembach-Krone, am Freitag. Colonel Joe hinterlasse ein Loch, das keiner zu schließen vermöge. Bereits im Januar war die Elefantenkuh Mausi des Zirkus Voyage bei einem Transport gestorben. Wenig später wurde die kranke Artgenossin Maya des Circus Universal Renz eingeschläfert.
Colonel Joe sei aufgrund seines hohen Alters gestorben, sagte Circus Krone-Sprecher Markus Strobl. Der Elefant war nach seinen Angaben schon über 60 Jahre alt. Tierschützer hatten das Alter mit 48 Jahren angegeben. Dieses steht Strobl zufolge auch in den Verkaufsdokumenten, aber ein Experte hat die Altersangabe später korrigiert. Die Lebenserwartung für Elefanten liege bei 60 Jahren.
Der Zirkuselefant sei nicht krank gewesen, hieß es. Lediglich unter "einigen Alterswehwehchen" habe er gelitten. Erst im März sei er daher zur Reha auf einen Elefantenhof in Mecklenburg-Vorpommern gezogen. Die ganze Herde habe ihn begleitet, da Elefanten nicht getrennt werden dürften, erklärte Strobl. Es sollte dem Colonel besser gehen, daher seien alle überrascht und erschüttert von dem plötzlichen Tod des 3,50 Meter großen und sieben Tonnen schweren Dickhäuters.
Den Tod des Elefanten nimmt die Tierschutzorganisation Vier Pfoten zum Anlass, erneut ein Wildtierverbot für Zirkusbetriebe zu fordern. "Drei tote Dickhäuter in fünf Monaten sind genug", sagte Kampagnenleiterin Martina Stephany. Die tragischen Fälle zeigten, dass die bestehenden Leitlinien zur Zirkustierhaltung lediglich tierquälerische Haltungsbedingungen legitimieren.
Auch die Tierschutzorganisation Peta kritisiert die Zirkustierhaltung: "Colonel Joe hat jahrelang im Circus Krone gelitten, er wurde in der Manege zu unnatürlichen Dressuren gezwungen wie etwa der Stand auf seinen Hinterbeinen", sagte ein Peta-Wildtierexperte. Die Politik müsse die Tiere in den Zirkusbetrieben endlich besser schützen."
Quelle: http://www.derwesten.de/nachrichten/circus-krone-trauert-um-elefant-colonel-joe-id6630649.html


"Tote Elefantenkuh
Chumpol ist nicht ertrunken
Von Susanne Happe, 04.05.12, 08:45h
Eine Obduktion der am Mittwoch gestorbenen Elefantenkuh hat ergeben: Chumpol ist nicht ertrunken, sondern an posttraumatischen Folgen eingegangen. Das Tier hatte ein irreparabel ausgekugeltes Hüftgelenk und starke Muskelverletzungen.
KÖLN - Der Elefant Chumpol, der am Mittwoch tot in einem Wasserbecken im Elefantenpark im Zoo gefunden wurde, ist nicht ertrunken. Eine Obduktion in der Uni Gießen ergab gestern, dass das Tier ein ausgekugeltes Hüftgelenk und großflächige Muskelschäden hatte. Vermutlich verstarb es "an den posttraumatischen Folgen", so der Zoo. Darüber hinaus ist der Elefant, der auf 30 Jahre geschätzt wurde, sehr viel älter. Das Tier hatte keine Backenzähne mehr, deshalb schätzen die Zoologen sein Alter auf etwa 55 Jahre. Vermutlich ist es in der Nacht zu Mittwoch zu heftigen Auseinandersetzungen mit einer oder mehreren Kühen gekommen. Bullen waren nicht bei der Gruppe.
Genaues konnte Zoo-Direktor Theo Pagel gestern nicht sagen. Zwar gibt es im Elefantenhaus Kameras, aber die Tiere, die sich im Dunkeln außerhalb des Hauses bewegt haben, wurden nicht gefilmt. Am Morgen hatte Chumpol heftige äußerliche Verletzungen und Abschürfungen am ganzen Körper, außerdem waren ihre Nägel abgebrochen. Diese äußerlichen Verletzungen seien aber nicht so heftig gewesen, dass man mit dem Tod des Elefanten rechnen musste. Zootierarzt Dr. Olaf Behlert habe ihm Antibiotika und ein Mittel gegen Schockzustände gegeben. Eine Auskugelung des Hüftgelenks ist bei Elefanten nicht heilbar. Äußerlich sei sie zwar nicht erkennbar gewesen, "die Verdachtsdiagnose bestand allerdings, und eine Euthanasie wurde bereits in Erwägung gezogen. Das Tier stand die ganze Zeit über unter Beobachtung."
Chumpol wurde gestern Morgen zur Obduktion in die Uni Gießen gebracht. Der Zootierarzt war dabei. Bei Elefanten komme es immer wieder zu Rangauseinandersetzungen, das sei normal, hatte Behlert am Mittwoch gesagt, sie seien in der Freiheit ebenso zu beobachten. Allerdings gingen sie in der Regel ohne große Schädigungen aus. Pagel sagte, Chumpol habe in den letzten Tagen kleinere Auseinandersetzungen mit anderen Kühen gehabt, "aber nichts Außergewöhnliches". Die Herde verhielt sich gestern, als wenn nichts passiert wäre."
Quelle: http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1335978681620.shtml

02.05.2012
"Entsetzen im Kölner Zoo
Elefantenkuh von Herde getötet
So etwas hat es im Kölner Zoo noch nicht gegeben: Eine Elefantenkuh ist am Mittwoch im Elefantenpark von ihren Artgenossen so schwer verletzt worden, dass sie an den Folgen starb. Am Mittag verendete "Chumpol" im Wassergraben des Geheges.
Köln - So etwas hat es im Kölner Zoo noch nicht gegeben: Eine asiatische Elefantenkuh ist offenbar von ihren Artgenossen so stark attackiert worden, dass sie am Mittwoch im Elefantengehege verstarb.
Wie der Zoo mitteilte, war es in der Nacht zum Mittwoch offenbar zu heftigen Auseinandersetzungen in der Elefantenkuhherde gekommen. Vermutlich wurde Chumpol von den anderen Tieren angegriffen. Als Tierpfleger sie am Morgen vorfanden, war sie bereits schwer verletzt. „Ein sehr, sehr kritischer Fall“, wie Zoo-Tierarzt Dr. Olaf Behlert sagte. Trotz Notfallbehandlung stieg das Tier gegen Mittag in den Wassergraben und verstarb dort. Ob sie starb und umkippte oder ertrank, könne erst bei einer Obduktion geklärt werden, so Behlert. Diese wird nun eingeleitet.
Chumpol kam 2006 nach Köln
Die Elefantenkuh Chumpol zog mit vier weiteren Tieren am 16. September 2006 von Bangkok nach Köln. Das Tier soll 1983 geboren worden sein. Wie Zoodirektor Theo Pagel mitteilte, habe sie aber „immer einen deutlich älteren Eindruck“ gemacht. Der Name der der Kuh bedeute zwar „Generalin“, ein Kommandotyp sei sie aber nicht gewesen. Im Zoo galt sie hingegen als friedliebend, ausgeglichen und sehr verträglich im Umgang mit den anderen Elefanten.
Das Herden eines ihrer Mitglieder derart massiv attackieren, sei nicht ungewöhnlich, sagte Behlert. In freier Wildbahn komme dies häufiger vor, auch bei anderen Tierarten. „Bei uns in Köln ist das zum Glück vorher noch nie vorgekommen“, sagte der Zoo-Tierarzt. In dem 20 000 Quadratmeter großen Elefantenpark des Kölner Zoos leben nun noch 14 asiatische Dickhäuter im Familienverband. 2011 wurde hier bereits das fünfte Jungtier geboren. Am Donnerstagmorgen soll direkt mit der Obduktion des Tieres begonnen werden."
Quelle: http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1335728782111.shtml 

28.04.2012
"Babyfant Assam erobert Freigehege
Erst zwei Wochen ist er alt, der Neuzugang im Elefantenhaus und ganze Stolz von Elefantenmama Lai Sinh (21). Am Freitag, den 13. April, kam der kleine Rüssel nach einer Tragezeit von 663 Tagen zur Welt und entdeckt seine neue Umgebung seither aufgeweckt und munter. Nun startete er zum ersten Mal einen Frischluftangriff und eroberte zusammen mit seiner Herde die 3000 Quadratmeter große Außenanlage. 
Schwestern, Tanten und Mama, alle waren dabei und gaben Acht auf den kleinen Asiatischen Elefanten. Ein großer, weicher Sandhaufen lud zum Spielen ein und wurde ausgiebig untersucht. Seine Schwester Shila (5) berüsselte den Kleinen interessiert und wartet wahrscheinlich sehnsüchtig auf den Tag, an dem ihr Bruder so richtig mit ihr spielen kann. Das sollte nicht mehr allzu lange dauern, denn der Kleine wächst von Tag zu Tag. Sein Geburtsgewicht von 100 Kilogramm hat er innerhalb der letzten 14 Tage bereits um zehn Kilo aufgestockt. 
Seit dem ersten Frischluft-Spieltag trägt der niedliche Dickhäuter den Namen Assam. Er wurde beim Leserwettbewerb in Zusammenarbeit mit der Bildzeitung Hamburg gefunden. Aus über 1000 Einsendungen wurde ein wohlklingender asiatischer Name für den Minirüssel ausgewählt, der von Hagenbecks Fachleuten mit den Zuchtbüchern abgeglichen wurde. Schließlich soll der Kleine einen möglichst unverwechselbaren Namen tragen. Nach der ersten schwierigen Auswahl entschieden sich Hagenbecks Elefantenpfleger für den Namen Assam – ein Vorschlag von Uwe Kemkpe aus Hamburg. Als Dankeschön erhält er eine Jahreskarte für den Tierpark Hagenbeck, damit  er die Entwicklung des kleinen Assam jederzeit hautnah miterleben kann. 
Nach rund zwei Stunden war für Assam die Zeit auch schon wieder um und er ging mit seiner Herde zurück in die Elefanten-Freilaufhalle. Hier ist er bei Regen oder Kälte zu sehen, da der Lütte sich nicht erkälten darf. Bei Sonnenschein und warmen Temperaturen ist Assam mit seiner Familie ab sofort so lange auf der Außenanlage zu sehen, wie der Kleine durchhält."
Quelle: http://www.hagenbeck.de/nc/tierpark/aktuell/news/news/babyfant-assam-erobert-freigehege.html 


Prager Zoo zeigt den größten Bau  in der Geschichte - ein einzigartiges Elefantengehege
Im Prager Zoo wurde ein neues Elefantenhaus, das hohen Anforderungen von Elefanten nachkommt, fertiggestellt. Es ist auch das größte Gebäude in der Geschichte der Prager Zoo. Ein wesentlicher Anstoß des Projektes war eine Flutkatastrophe 2002, die zeigte, dass der aktuelle Standort eines solchen Hauses völlig ungeeignet in Bezug auf die Evakuierung ist. Dann ein Elefantbulle überlebten die Katastrophe nicht [...]
Das neu errichtete Elefantenhaus bietet Platz für bis zu zehn indischen Elefanten. Es gibt Boxen für jedes männliche und weibliche Tier, die gemeinsame ergänzt werden können. In der Mitte gibt es ein Schwimmbecken, das auf eine Temperatur von 20 Grad beheizt ist, ein Sandkasten lädt zum spielen ein […] . Die Fußböden sind mit einer weichen Deckschicht überzogen und auch beheizt.
Der Innenraum ist auch mit einer Reihe von Deckenleuchten, die den  Frost abhalten und genügend Wärme ausstrahlen. Massiver Stahltore, die die einzelnen Räume  trennen, sind hydraulisch, elektrisch oder manuelle zu betätigen. [...]
Die Größe des Hauses beträgt 1400 Quadratmeter […], das Freigehegehat eine Größe von 8681 Quadratmetern. Die Besucher können die Tiere aus mehreren Perspektiven in ihrer natürlichen Umgebung  beobachten.
Quelle mit Video: http://www.novinky.cz/domaci/264517-prazska-zoo-predstavila-nejvetsi-stavbu-v-historii-unikatni-sloni-vybeh.html

In eigener Sache: 2009 habe ich den Prager Zoo besucht. Es freut mich besonders, dass die 3 Elefnten aus ihrem "Bunker" ausziehen konnten und ins neues Haus eingezogen sind. Erst Gulab und Shanti dran und einen Tag später Mekong.
Ich hoffe, dass ich mir bald das neue Haus ansehen kann.

23.04.2011
"Kein zweites Elefantenbaby
Nach 669 Tagen, fast genau eine Woche nachdem Lai Sinh einen kleinen Bullen zur Welt brachte, setzten auch bei Salvana die Wehen ein. Da sie zum ersten Mal ein Kalb bekommen sollte, rechneten die Fachleute damit, dass der Geburtsvorgang deutlich länger dauern würde, als bei Elefantenkühen, die bereits Nachwuchs bekommen hatten.
 Drei Nächte und zwei Tage kämpfte Salvana tapfer mit dem ungewohnten Erlebnis Geburt. Fast ohne Schlaf forderte der Vorgang auch die letzten Kraftreserven der 15jährigen Elefantenkuh. Am frühen Sonnabendmorgen war es dann soweit: Sie gebar ein Kalb. Doch für das Kleine waren die 50 Stunden der anstrengenden Geburt zu viel. Es starb während der Geburt.
"Das ist nicht ungewöhnlich", erklärte Tierarzt Dr. Michael Flügger, "auch Lai Sinhs erstes Kalb kam 2003 tot zur Welt." Danach hat sie mit Shila (2007) und dem kleinen Bullen 2012 zwei gesunde Babys ohne Komplikationen zur Welt gebracht. 
So traurig alle Beteiligten auch über das Ende der ersten Trächtigkeit von Salvana sind, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ihr künftige Geburten leichter fallen und die Kälber gesund aufwachsen werden. Nach der Totgeburt des Babys hat sich die Herde vorbildlich verhalten. Der Zusammenhalt in der Elefantengruppe ist durch dieses tragische Ereignis gewachsen und auch die unerfahrenen Kühe Shila und Kandy haben ihre ersten Erfahrungen mit schwierigen Geburten und toten Kälbern gemacht."
Quelle: http://www.hagenbeck.de/nc/tierpark/aktuell/news/news/kein-zweites-elefantenbaby.html

13.04.2012
"Hurra! Es ist ein Junge!
Herde der Asiatischen Elefanten zählt jetzt 14 Köpfe ...
Freitag der 13. muss kein Unglücksdatum sein. An diesem Tag herrscht im Tierpark Hagenbeck jedenfalls große Freude. Nach einer Tragzeit von 663 Tagen brachte Lai Sinh (22 Jahre) um 4.15 Uhr ein gesundes Kalb zur Welt. 
Seit dem 630. Tag der Trächtigkeit – das war der 10. März 2012 – warteten Tierpfleger und Tierärzte auf die Geburt. Kontinuierlich genommene Proben gaben Auskunft über den Hormongehalt im Blut. Doch erst vor drei Tagen wurde es ernst. Lai Sinh hatte die ersten Wehen.
Doch eine gestandene Elefantenkuh wirft das nicht um. Am Nachmittag des 12. Aprils stand sie noch gemeinsam mit der Herde in der Außenanlage. Die Geburtsgruppe aus Yashoda, Salvana, Shila und Kandy begleitete die Gebärende durch die Nacht. Für Lai Sinh war es bereits die dritte Geburt. Um vier Uhr schlugen die Pfleger Alarm und informierten die Tierärzte. Bereits 15 Minuten später erblickte ein gesunder Elefantenbulle das Licht der Welt. 
Im Moment kann der Neuzugang in der Elefanten-Freilaufhalle beobachtet werden. Hier bleibt der Kleine so lange, bis er kräftig genug ist, seine Außenanlage zu erkunden. Dann wird er auch seinen Vater Hussein, Hagenbecks Zuchtbullen kennenlernen, der das Gehege nebenan bewohnt."
Quelle: http://www.hagenbeck.de/nc/tierpark/aktuell/news/news/hurra-es-ist-ein-junge.html

12. April 2012
"Jungtier starb an Verletzungen
Das Elefantenjungtier, das in der Nacht auf Ostermontag im Zoo Leipzig geboren wurde und kurz darauf verstorben ist, erlag seinen schweren inneren Verletzungen. Das bestätigte die pathologische Untersuchung, deren Ergebnisse seit heute vorliegen. Die erstgebärende Elefantenkuh Hoa (26 Jahre alt, seit 1987 in Leipzig) hatte das Jungtier unmittelbar nach der Austreibung angegriffen und tödlich verletzt. Die genaue Ursache für den Angriff lässt sich nicht klären. Einfluss können verschiedene Faktoren wie Geburtsschmerz und die Unerfahrenheit der Mutter haben. Ein Eingreifen der an der Geburt beteiligten Personen war zu keinem Zeitpunkt möglich.
„Alle an der Vorbereitung und Durchführung der Geburt beteiligten Personen von den Tierpflegern über die Kuratoren und den Tierarzt haben zu jedem Zeitpunkt höchst professionell gearbeitet. Wir verwehren uns gegen Angriffe auf die Kompetenz unserer Mitarbeiter durch externe Akteure, die weder in den Entscheidungsprozess eingebunden waren noch die Rahmenbedingungen kennen“, betont Zoodirektor Dr. Jörg Junhold. Der Zoo Leipzig hatte sich unter Abwägung aller Risiken und im Bewusstsein der möglichen Gefahren für eine möglichst natürliche, stressfreie Geburtsvariante ohne Ketten entschieden. Hoa hat unter der Geburt die Möglichkeit intensiv genutzt, sich zu bewegen. Das wäre an Ketten so nicht möglich gewesen. Zudem wurde das Risiko einer Geburt im Beisein anderer Elefantenkühe auf Grund der Gruppenstruktur, die nicht auf einer natürlich gewachsenen Familiengruppe basiert, für zu hoch eingestuft, so dass darauf verzichtet wurde.
Trotz des Rückschlages bei der Zucht der vom Aussterben bedrohten Asiatischen Elefanten wird der Zoo Leipzig auch zukünftig alles tun, um eine funktionierende Zuchtgruppe aufzubauen. Dabei werden weiterhin alle Möglichkeiten genutzt, die der Elefantentempel Ganesha Mandir als eine der modernsten Anlagen Europas bietet."
Quelle: http://www.zoo-leipzig.de/aktuelles/news-artikel/datum/2012/04/11/jungtier-starb-an-verletzungen

In eigener Sache: hier ein Link zu einer interessanten Dissertation zum Thema "Trächtigkeit, Geburt und Kälberaufzucht beim asiatischen Elefanten (Elephas maximus) in europäischen Zoos – Physiologie und Pathophysiologie"

09.04.2012
"Elefantennachwuchs ist tot
Der lange erwartete Nachwuchs bei den Asiatischen Elefanten (Elephas maximus indicus) im Zoo Leipzig ist tot. Das männliche Jungtier von Elefantenkuh Hoa (26 Jahre alt, seit 1987 in Leipzig) wurde in der vergangenen Nacht gegen 1 Uhr geboren. Unmittelbar nach der Austreibung hat die unerfahrene Mutter das Jungtier angegriffen. Ob es zu diesem Zeitpunkt gelebt hat, ist unklar. Die Ergebnisse der pathologischen Untersuchung liegen erst in den nächsten Tagen vor.
Die Geburt selbst ist unter den seit Monaten feststehenden Rahmenbedingungen abgelaufen. Hoa befand sich allein im Laufstall und konnte sich frei bewegen. Ein Eingreifen der anwesenden Zoomitarbeiter war zu keinem Zeitpunkt möglich. „Wir haben uns unter Abwägung aller Risiken und im Bewusstsein der möglichen Gefahren für diese möglichst natürliche, stressfreie Geburtsvariante entschieden. Trotzdem sind Trauer und Enttäuschung nun sehr groß“, kommentiert Zoodirektor Dr. Jörg Junhold, der die ganze Zeit selbst vor Ort war, den traurigen Ausgang der Geburt.
Hoa geht es den Umständen entsprechend gut. Die Geburt selbst war zügig abgelaufen. Das Jungtier hatte ein Gewicht von knapp 130 kg. Die Elefantenkuh befindet sich derzeit hinter den Kulissen, um sich zu erholen und die Nachgeburt auszutreiben, wird aber baldmöglichst wieder in die Gruppe integriert. Insgesamt leben vier Elefantenkühe im Zoo Leipzig. Vater des Jungtieres war Naing Thein, der seit November 2009 in Leipzig ist."
Quelle: http://www.zoo-leipzig.de/aktuelles/news-artikel/datum/2012/04/09/elefantennachwuchs-ist-tot/

Bereits am 27.03.2012 wurde die afrikanische Elefantenkuh Kariba aus dem deutschen Tierpark Ströhen in den belgischen Zoo Olmen gebracht. Dort traf sie auf die Elefantenkuh Jenni, die Ende 2011 aus einem belgischen Zirkus nach Olmen kam. Karibe wurde abgegebn, weil sie in Ströhnen zum "Mobbing-Opfer" wurde. Der ihr anvertraute Pfleger begleitete sie nach Olmen und war auch bei der Zusammenführung beider Kühe anwesend. Die Zusammenführung klappte besser als erwartet und wie vom Pfleger erhofft, hat Jenni die Rolle der "Chefin" übernommen.
Siehe dazu: http://www.olmensezoo.be/cms/index.php/nl/actueel/nieuws-a-evenementen/recent-nieuws/205-2012-jenny-en-kariba-houden-koffieklets  

Ebenfalls am 27.03.2012 gab der Zoo Woburn / UK den Tod des erwarteten asiatischen Elefantenkalbes bekannt.
Siehe dazu: http://www.woburn.co.uk/news/article/staff-mourn-sad-loss-at-woburn/

05.04.2012
"Das Warten neigt sich dem Ende entgegen. Die Blutuntersuchungen von Hoa zeigen an, dass die Geburt bevorsteht. Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, die Nachtwachen eingerichtet. Nun heißt es Daumen drücken, dass die 26-jährige Hoa ihre erste Geburt meistert."
Quelle:
https://www.facebook.com/home.php#!/ZooLeipzig

"Nachwuchs im Zoo Minifant kann jederzeit kommen!
Jetzt kann der Minifant jederzeit kommen!
Elefantenkuh Hoa (26) steht unmittelbar vor der Niederkunft, heißt es im Zoo. Ob schon in ein paar Stunden oder erst in einigen Tagen, ist allerdings ungewiss. Ab sofort halten zwei Pfleger Nachtwache im Elefantenhaus, verfolgen über einen Monitor jede Bewegung der Mutter. Regt sich was, ist der Tierarzt binnen Minuten da. Denn es ist eine Risiko-Schwangerschaft: Hoa ist mit 26 Jahren eine späte Erstgebärende." Quelle: http://www.bild.de/regional/leipzig/zoologischer-garten-leipzig/minifant-kann-jederzeit-kommen-23494244.bild.html  

03.04.2012
Ein neuer besuchter Zoo: Zoo Magdeburg und dementsprechen ein neues Fotoalbum
Folgende Seiten wurden überarbeitet: Zoo, Statistik

27.03.2012
"Spatenstich im Opel-Zoo
Elefanten bekommen neue Anlage
Im Kronberger Opel-Zoo haben am Mittwoch die Bauarbeiten der neuen Elefanten-Anlage begonnen. Aruba, Wankie und Zimba werden im Herbst 2013 dort einziehen - bis dahin müssen sie 16 Stunden am Tag im über 50 Jahre alten Elefantenhaus verbringen. Und zwar angekettet.
Mit der neuen Elefanten-Anlage im Opel-Zoo „ist die hessenweit einmalige Elefantenhaltung nachhaltig gesichert“, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) laut Mitteilung beim ersten Spatenstich. Er ist der Schirmherr des Bauprojekts.
Etwa im Herbst 2013 werden die einzigen Elefanten Hessens namens Aruba, Wankie und Zimba vom alten Elefantenhaus in ihr neues Domizil umziehen. Der Bau kostet 10,4 Millionen Euro. Der Opel-Zoo wird nach eigenen Angaben nicht subventioniert, etwa 40 Prozent der Baukosten hat er angespart. Knapp drei Millionen Euro wurden gespendet, der Rest wird über einen Kredit finanziert.
Das Elefantenhaus wird eine Lauffläche von über 800 Quadratmetern haben, hinzu kommen Boxen. Draußen können sich die Elefanten auf einer Fläche von 5500 Quadratmetern bewegen. Derzeit verbringen die Dickhäuter jeden Tag 16 Stunden in dem über 50 Jahre alten Elefantenhaus. Aus Sicherheitsgründen sind sie dort angekettet. (dpa)"
Quelle:
http://www.fr-online.de/rhein-main/spatenstich-im-opel-zoo-elefanten-bekommen-neue-anlage,1472796,11945264.html


Twycross Zoo trauert um Baby-Elefant
Pfleger und Mitarbeiter des Twycross Zoo sind unglaublich traurig, den Tod eines neugeborenen asiatischen Elefantenkalbes bekannt zu geben. In den frühen Morgenstunden des 25. März 2012 setzten bei Tara die Wehen ein, um 03.00 Uhr nachts gebar sie ein totes weibliches Kalb.
Pfleger und ein Tierarzt-Team, bestehend aus dem Twycross Zoo-Direktor [...] und Chef-Tierarzt sowie dem internationalen Elefanten-Experte und Tierarzt Thomas Hildebrandt, der mit der Planung der Geburt mit Elefanten-Mitarbeiter und der Twycross Tierarzt-Team beteiligt waren eingeschlossen, hatte bei Twycross Zoo konvergierten, um zu helfen mit der Lieferung und bei Bedarf alle auf der Hand waren, als es offensichtlich wurde, wurde das Kalb nicht in Bewegung unmittelbar nach der Geburt.
„Tara durchlebte durch ihre 22-monatige Trächtigkeit ohne Komplikationen, und als Erstgebärende sie war mit jeder Phase der Schwangerschaft sehr gut fertig geworden.“ sagte Sharon Redrobe,  Twycross Zoo-Direktor für Life Sciences,.
" Wir bereiteten uns im Vorfeld gut auf die Geburt vor und trafen bewusst die Entscheidung einer Herde-Geburt. Das würde Tara die Gelegenheit geben, eine natürliche Geburt zu erfahren und natürliches Verhalten zu zeigen, wie sie es in der Wildnis tun würde. Wir gaben der Herde ihr Ruhe, was half die Wehen natürlich voran zu bringen, und beobachten den Geburtsprozess live über die Überwachungskamera in einem angrenzenden Raum.
" Alle drei Elefanten zeigten wunderbar unterstützendes Verhalten während der Wehen. Sie schauten aufmerksam und tröstende Geräusche , um Tara zu beruhigen. Taras Mutter Tonzi, blieb die ganze Zeit an Taras Seite.
Sarah Chapman, Cheftierärztin an Twycross Zoo, berichtet: " Sofort nach der Geburt konnten wir sehen, dass sich das Kalb nicht bewegte, und wir vermuteten, dass es sich um eine Totgeburt handeln kann. Es ist für Elefanten üblich, ein Neugeborenes anzustoßen, um ihm zu helfen aufzustehen und zu säugen. Als alle drei Elefanten weg gingen, wussten wir, dass etwas nicht stimmte. Die Pfleger und die Tierarzt-Mannschaft, bestehend aus drei Tierärzten und zwei Tier-Krankenschwestern, gingen schnell ins Gehege und versuchten fast eine Stunde das Kalb zu reanimieren. Als Team wollten wir sicher sein, dass wir alles Mögliche getan hatten.
"Als wir wussten, dass wir nichts mehr tun konnten, platzierten wir das Kalb wieder vor die Elefanten. Schnell versammelten sie sich um das Kalb und fingen an, schrille Geräusche zu machen, was üblich bei trauernden Elefanten ist. Eine Stunde lang berührten und stupsten sie das Kalb an während trauernd grunzten und quietschten, bevor sie sich beruhigten. "
Susanne Bäumler, Chef-Elefantenpflegerin, fügte hinzu: „Trotz des tragischen Ausgangs sind wir unglaublich stolz auf Tara. Für eine Erstgebärende meisterte sie die ganze Schwangerschaft und Wehen perfekt. Sie hatte ihre eigene Mama die ganze Zeit an ihrer Seite und wir sind überzeugt, dass sie den bestmöglichen Trost und Sorge erhielt. Wie als eine Mannschaft waren in Ehrfurcht wegen des natürlichen Verhaltens, das die Herde demonstrierte -von der Unterstützung während Tars Wehen bis hin zum Trauern, das später stattfand. "
Ultraschalluntersuchungen während der Trächtigkeit zeigten, dass das Kalb gesund war und eine gute Größe hatte, und während  der Geburt, es gab nichts, was für das Kalb getan werden könnte. Eine vollständige Obduktion wird innerhalb der nächsten sieben Tage durchgeführt werden, um die genaue Todesursache zu ermitteln.
Für Pfleger und Mitarbeiter ist diese Zeit besonders schwierig, jedoch bleiben sie engagiert bei der Pflege von Tara und den anderen Elefanten in der Herde. Tara ist zurzeit gesund und wird in den nächsten Wochen eingehend beoabachtet.
Siehe:
http://www.twycrosszoo.org/twycross-zoo-mourns-the-loss-of-baby-elephant.aspx

18.03.2012
Elefantin Tina lag fest und mußte mit Kran aufgerichtet werden
Für einen Mittagsschlaf legte sich die greise Elefantendame Tina am Freitagmittag auf einen feuchten Sandhügel ihrer Außenanlage. Die 53-jährige Elefantenkuh schaffte es anschließend nicht mehr aufzustehen. Umgehend kamen die Elefantenpfleger und Tierärzte zur Hilfe und versuchten sie aufzurichten. Tina wurde mit Wasser gekühlt, bekam mehrere Infusionen und Notfallmedikamente. Menschenkraft allein half nicht, sodass die Feuerwehr gerufen wird. Mit schwerem Gerät wurde die 3,4 Tonnen schwere Elefantenkuh aufgerichtet. Die Gemeinschaftsaktion klappte: Tina konnte aufgerichtet und dann von Tierpfleger Thomas Günther zur restlichen Herde in den Elefantenstall gebracht.
Mit 53 Jahren gehört Elefantin Tina zu den ältesten in Europa. Seit einem Jahr baut Tina körperlich immer mehr ab. Sie bekommt Spezialfutter, Medikamente und Aufbaupräparate. Bereits Ende Februar hatte Tina Kreislaufprobleme und Schwierigkeiten beim Aufstehen. Damals konnte sie von den Tierpflegern allein aufgerichtet werden.
"Bei Menschen reichen Rollatoren und Gehhilfen, das funktioniert bei solch einem großen Tier natürlich nicht mehr. Dank der großartigen Einsatzbereitschaft der Feuerwehr und des Hellabrunner Teams konnten wir dieses Mal der greisen Elefantendame helfen. Ob uns das ein weiteres Mal gelingt, bleibt abzuwarten. Tina ist eine sehr alte Elefantendame. Wir tun alles, um ihr ein würdiges, lebenswertes Altern zu ermöglichen.“ so Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem.
Quelle:
http://www.tierpark-hellabrunn.de/

15.03.2012
2 neue Elefantenbullen im Zoo La Fleche
Mittwoch sind Boten und Bou Bou in La Fleche angekommen. Die beiden jungen afrikanischen Elefanten sind 6 Jahre alt und bilden eine Junggesellengruppe. Boten kommt aus dem ungarischen Sosto, Bou Bou aus Hodenhaben. Beide sind mehr als 2 Meter groß.
In Hodenhagen konnten sie sich 10 Tage lang an einander gewöhnen, um zusammen in Containern trasportiert werden zu können.[...] Mit Brot und Bananen wurden die beiden Dickhäuter in Ruhe in ihre neue Umgebung integriert.
3 Pfleger werden sich um sie kümmern. In 10 Tagen werden sie für die Besucher zu sehen sein.
Siehe: http://www.ouest-france.fr/ofdernmin_-Deux-nouveaux-elephanteaux-au-zoo-de-La-Fleche_40771-2055084-pere-pdl_filDMA.Htm  

02.03.2011
Seit dem 3. Januar haben wir nicht keine Elefanten mehr im Zoo
Seit 2007 lebten unsere afrikanischen Elefantenbullen Pembe und Akili in ihrem großen Gehege im Zoo.
Unsere beiden Elefanten wurden am 3. Januar 2012 an den African Safari Park in Plaisance du Touch in der Nähe von Toulouse abgegeben, um eine neue Gruppe zu erreichen.
Wir erwarten Mitte März 2012zwei neue junge Elefantenbullen im Alter von etwa 5 Jahren ....  Ein Bulle kommt aus dem ungarischen Sóstó, der anderen aus Hodenhagen in Deutschland. Wir halten Sie natürlich auf dem Laufenden...
Siehe Quelle:
http://www.zoo-la-fleche.com/?m=201202&cat=-9

Ebenfalls Anfang Januar zog die afrikanische Zirkuselefatin Jenny in den Zoo Olmense
Siehe:
http://www.brusselnieuws.be/video/httpuploadtvbrusselbe111230olifantbouglioflv

26.02.2012
Die Seite des Krefelder Zoos wurde überarbeitet.

18.02.2012
Dschungelpalast Elefanten-Jungbulle auf dem Weg in eine Junggesellengruppe
Aus Kindern werden Leute. Elefantenjunge Shanti, vor knapp vier Jahren mit 97 cm und 140 kg als wahrer Wonneproppen auf die Welt gekommen, ist erwachsen geworden. 1.350 kg bringt der „Wonneproppen" nun auf die Waage. Zeit, auf den eigenen vier Elefantenfüßen zu stehen: Heute zog Shanti in den Tierpark Hagenbeck nach Hamburg, wo er mit dem dreijährigen Shahrukh vorübergehend zusammen leben wird.
Wenn sich die beiden Jungbullen aneinander gewöhnt und kräftig miteinander getobt haben, ziehen sie gemeinsam weiter in eine Elefanten-Junggesellengruppe in den Zoo Katowice, Polen. Die Wohngemeinschaft für Elefantenbullen ist ein wichtiges Projekt innerhalb des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes für Asiatische Elefanten und dient als Zwischenstation auf dem Weg der Bullen in eine eigene Herde.
Das Zooteam verabschiedete sich von „Wonneproppen" Shanti mit einem großen Korb voller Äpfel, Möhren, Bananen, Paprika, Fenchel, Radieschen, Frühlingszwiebeln und Salat, gekrönt mit einer Ananas als Reiseproviant. Zwei Elefantenpfleger aus Hannover begleiteten den jungen Bullen nach Hamburg.
Shanti wurde am 6. Mai 2008 in Hannover geboren. Er ist das dritte Kind von Elefantenkuh Khaing Hnin Hnin und der Halbbruder der 2010 geborenen Soraya.
In Hannover leben zurzeit Elefantenbulle Nikolai und die Kühe Khaing Hnin Hnin, Indra, Manari, Sayang, Califa und Farina sowie die 2010 geborenen Kälber Saphira, Nuka, Felix, Dinkar und Soraya.
Quelle:
http://www.zoo-hannover.de/unternehmen-zoo/aktuellespresse/aktuelle-nachricht/news/abschied-von-elefant-shanti.html

15.02.2012
Artikel vom 04.02.2012
»Todkranke« Maya – oder haltlose Vorwürfe?
Friedberg-Ockstadt (ütz). »Todkrank«, »schockierender Anblick«, »skrupelloser Zirkusdirektor« – die Tierrechtsorganisation PETA hat am Freitag schwere Geschütze gegen den in Ockstadt angesiedelten Zirkus Universal Renz aufgefahren: Der lasse die Elefantendame Maya verkommen. Renz weits die Vorwürfe zurück.
sie sei von Abszessen und Infektionen übersäht und habe am Fuß eine dicke Schwellung. Notwendige Medikamente würden dem Tier vorenthalten. Dem Veterinäramt in Friedberg wird indirekt Untätigkeit vorgeworfen, weil es der Forderung von PETA nicht nachkommt, Maya sofort beschlagnahmen zu lassen und in einer zoologischen Einrichtung unterzubringen. Sowohl das Veterinäramt als auch Zirkusdirektor Daniel Renz haben die Vorwürfe zurückgewiesen.
Es sei ein schockierender Anblick gewesen, der sich PETA-Ermittlern in der Halle auf dem Renz-Grundstück in Ockstadt geboten habe, meldete gestern der Medienkoordinator von PETA, Bartek Langer. Dort müsse »die todkranke Elefantendame Maya ausharren, vereinsamt und sichtlich apathisch«. Seine Organisation habe umgehend das Veterinäramt in Friedberg informiert, doch dort wolle man auf einen österreichischen Tierarzt warten, der diese Woche zeitlich verhindert sei. »Ein Besuch des Veterinäramts erst in der kommenden Woche könnte für Maya bereits zu spät sein«, so Langer. PETA fordere daher die sofortige Beschlagnahmung des Elefanten und eine Unterbringung in einer zoologischen Einrichtung, wo eine intensive medizinische Betreuung erfolgen müsse.
Bis Anfang Januar habe die Elefantendame noch mit dem Zirkus von Ort zu Ort reisen müssen. Erst nachdem PETA kurz vor Weihnachten das Veterinäramt in Duisburg über Mayas Zustand informiert habe, habe das Amt ein Auftritts- und Dressurverbot für den kranken Elefanten verhängt.
Maya müsse sofort beschlagnahmt werden, um ihr Leben zu retten, fordert Peter Höffken, Kampagnenleiter bei PETA. Notwendige Medikamente würden dem Tier »unseren Recherchen zufolge ebenso vorenthalten wie ordentliches Futter«. Maya esse nicht mehr, und ihr Rüssel hänge schlaff herunter: »Der skrupellose Zirkusdirektor Daniel Renz scheint Maya wohl schon abgeschrieben zu haben.« PETA fordere das Veterinäramt in Friedberg auf, Renz die Genehmigungen zur Zurschaustellung von Tieren zu entziehen, »was längst hätte geschehen müssen«.
Daniel Renz, der es schon öfters mit PETA zu tun bekam, weist die Vorwürfe entschieden zurück. Man sei zur Zeit auf Tournee, und Maya habe noch den Weihnachtszirkus in Duisburg mitgemacht. Dort habe sie sich eine Nagelbettentzündung am rechten Fuß geholt, woraufhin man sie vor etwa drei Wochen zurück nach Ockstadt gebracht habe: »Dort hat sie ihre warme Halle und ist gut versorgt.« Den Rücktransport von Duisburg nach Ockstadt habe der österreichische Spezialtierarzt begleitet. Er habe Maya versorgt und werde in der nächsten Woche erneut kommen, um sich den Elefanten anzusehen.
Das Veterinäramt in Friedberg sei informiert; es wisse auch über Verletzungen des Tieres über dem rechten Auge und am linken Ohr Bescheid, so Renz. Es seien alte Verletzungen, die beim Transport und bei »Kabbeleien« mit seinen drei anderen Elefanten passiert und nun offenbar wieder aufgebrochen seien. Woher eine Verletzung am Rüssel kommt, die auf einem Bild zu sehen, das ein PETA-Mitarbeiter in den letzten Tagen in der Halle machte, vermochte Renz nicht zu sagen: »Maya darf auch aufs Gelände, möglicherweise hat sie sich dort verletzt.«
Und Renz ging zum Gegenangriff über: Die Mitglieder von PETA seien »dubiose Leute«, die keine Tierschützer, sondern Tierrechtler seien. Verschiedene Zirkusse gingen juristisch gegen die Organisation vor.
Nach Rücksprache mit einer Tierärztin vom Notdienst des gestern Nachmittag bereits geschlossenen Veterinäramts berichtete Kreispressesprecherin Petra Schnelzer, dass Maya keineswegs todkrank sei. Sie habe am Fuß eine Trittverletzung, die ein Nagelbettgeschwür verursacht habe und von dem österreichischen Spezialisten operiert worden sei. Das Tier werde behandelt und bekomme Antibiotika und Schmerzmittel. »So eine Verletzung dauert, bis sie verheilt, und deshalb ist hier auch keine Gefahr im Verzug«, sagte Schnelzer.
Selbst habe sich das Amt Maya noch nicht angesehen, man stehe aber in dauerndem Kontakt mit dem österreichischen Experten. Sobald der in der kommenden Woche einen Flug bekomme, werde man mit ihm nach Ockstadt fahren und sich den Elefanten selbst ansehen.
Quelle:
http://www.wetterauer-zeitung.de/Home/Kreis/Staedte-und-Gemeinden/Friedberg/Artikel,-Todkranke-Maya-%2526ndash%253B-oder-haltlose-Vorwuerfe-_arid,318309_regid,3_puid,1_pageid,80.html

"Wetteraukreis: Elefantendame „Maya“ musste eingeschläfert werden – keine Tierquälerei
Wetteraukreis (pdw). Nach Auskunft von Dr. Rudolf Müller, dem Leiter der Veterinärbehörde des Wetteraukreises, wurde „Maya“ am Sonntagabend eingeschläfert. Grund war, dass sich der Gesundheitszustand des Elefanten seit Ende letzter Woche plötzlich und stetig verschlechtert hatte und eine Heilung des Tieres nach Meinung des behandelnden Tierarztes aussichtslos war.
Noch Anfang letzter Woche war bei einer durchgeführten Überprüfung festgestellt worden, dass der Elefant weder physisch noch psychisch einen leidenden Eindruck vermittelte.
Die über 40 Jahre alte Elefantenkuh nahm an ihrer Umgebung aufmerksam Anteil. Das Tier war neugierig und verspielt sowie sehr aufmerksam. Die Unterbringung, die Pflege und die medizinische Behandlung des Elefanten waren nicht zu beanstanden. „Maya“ stand in einer beheizten, sauber und gut eingestreuten Halle. Geeignetes Futter und Wasser standen dem Tier ausreichend zur Verfügung.
Die Nagelbettentzündung des Elefanten am linken Vorderfuß sowie die Wunde im Kopfbereich und die geringgradigen Hautveränderungen am Rüssel wurden seit Wochen von dem auf Elefanten spezialisierten österreichischen Tierarzt Dr. Johannes Wipplinger fachlich qualifiziert therapiert. Medikamente zur systemischen und lokalen Behandlung wurden auf Anweisung von Dr. Wipplinger oder nach Absprache mit diesem durch andere standortnahe Tierärzte angeordnet. Entsprechende Medikamente wie z. B. Antibiotika, Schmerzmittel und Mittel zur lokalen Wundbehandlung waren vorrätig. Dr. Müller: „Die Behandlung war vorbildlich und die Wunden waren am Abheilen“.
Demzufolge lag, entgegen der Meinung der Tierschutzorganisation „PETA“, keine tierschutzwidrige Haltung und Behandlung der Elefantenkuh „Maya“, die fast 40 Jahre beim Zirkus Universal Renz lebte, vor.
Da der Elefant seit Donnerstag letzter Woche schlechter fraß, fand am Samstag, dem 11.02.2012, ein weiterer kurzfristiger Ortstermin auf dem Gelände des Zirkus Renz in Ockstadt statt. Neben der diensthabenden Amtstierärztin Dr. Veronika Ibrahim und dem Tiergesundheitsaufseher Volker Maurer war auch Dr. Wipplinger aus Österreich angereist. Der Elefant wurde von Dr. Wipplinger intensiv behandelt, es wurden zu wiederholtem mal Blutproben entnommen, für Montag waren Röntgenuntersuchungen geplant. Bis Sonntag früh zeigte das Tier Anzeichen einer deutlichen Besserung und wurde nochmals mit Infusionen versorgt. Da sein Zustand sich jedoch gegen Sonntagabend massiv verschlechterte, der Elefant kollabierte und keine Aussicht auf Heilung bestand, wurde „Maya“ Sonntagnacht schmerzlos eingeschläfert.
Eine Sektion des Elefanten durch den Landesbetrieb Hessisches Landeslabor Gießen wurde mit Einverständnis des Besitzers Daniel Renz veranlasst.
Abschließend betont Dr. Müller, dass die Veterinärbehörde des Wetteraukreises jederzeit Hinweise auf tierschutzwidrige Haltungen entgegennimmt, diese Hinweise auch überprüft und Verstöße konsequent und angemessen ahndet.
Wenn die Tierärzte der Behörde allerdings aufgrund ihrer fachlichen Qualifikation zu dem Ergebnis kommen, dass Anzeigen unbegründet sind, vertreten sie diese Feststellung auch gegenüber „PETA“ oder anderen Tierschutzorganisationen – und lassen sich von diesen weder unter Druck setzen, noch drohen."
Quelle:
http://www.pressemeldung-hessen.de/wetteraukreis-elefantendame-maya-musste-eingeschlafert-werden-keine-tierqualerei-39563/

In eigener Sache:
Ich habe Maya 2009 in Krefeld gesehen. Dort habe ich mir das "Außengehege" angesehen. Für ca. eine halbe Stunde waren die Elefanten an diesem Tag auch in diesem, den Rest des Tages im Zelt - vermutlich angekettet...
Erschrocken habe ich mich über eine Reaktion von Maya: Maya wollte nicht auf ihren "Pfleger" hören.... als sie 2 mal das Kommando verweigerte, ging dieser ins Zelt und kam mit einer Mistgabel wieder raus. Als Maya diese sah, zuckte sie zusammen und gehorchte sofort.....

30.01.2012
"Elefantendame bekommt Kontaktlinse
Amsterdam (dpa) - Ungewöhnliche Sehhilfe für einen Dickhäuter: In einem Zoo bei Amsterdam ist einer Elefantendame eine Kontaktlinse eingesetzt worden. Die 44 Jahre alte «Win Thida» hatte sich beim Spielen mit ihren Artgenossen so unglücklich an einem Ast gestoßen, dass die Hornhaut ihres linken Auges beschädigt wurde, wie der Zoo am Donnerstag mitteilte.
Seitdem tränte das Auge stark und sie konnte es kaum öffnen. In einem einstündigen Eingriff habe Tierärztin Anne-Marie Verbruggen der in Birma geborenen «Win Thida» die künstliche Sehhilfe eingesetzt. Das Tier erhole sich nach der Operation gut, hieß es. Nach Angaben des Zoos ist es der erste Elefant mit einer Kontaktlinse in Europa."
Quelle: http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=55&tx_ttnews%5Btt_news%5D=130034&cHash=60fd20cebec835e5fba671ce6b648268

24.01.2012
"Wenn die Tiere Trauer tragen: Ein Abschied im Elefantenhaus
Von Anne Kampf
Mit den Rüsseln versuchen die erwachsenen Elefanten immer wieder, Lola zu berühren, als ob sie sie aufwecken wollten - oder "Auf Wiedersehen" sagen. Das Team des Tierparks Hellabrunn hat den Leichnam des Babys, das am vergangenen Wochenende kurz vor einer geplanten Herzoperation an einer Lungenembolie gestorben ist, wieder zurück ins Elefantenhaus gebracht. Die Tierpfleger wissen, dass Elefanten den Abschied brauchen. Vor allem Lolas Mutter, die 22-jährige Elefantenkuh Panang.
Ein Forscherteam hat in der Savanne von Kenia ähnliche Szenen beobachtet und sogar gefilmt: Ein weibliches erwachsenes Tier liegt tot auf dem Boden, ihre Herde kommt langsam auf den Leichnam zu, stupst die Elefantendame mit den Stoßzähnen an. Ein Bulle versucht mit all seiner Kraft, die Tote zum Aufstehen zu bewegen. Stundenlang hält die Herde Totenwache, zieht sich zurück - und kommt wieder.
Trauerszenen sind vor allem bei Elefanten und bei Primaten zu beobachten. So tragen Gorillamütter, deren Junges gestorben ist, das Baby tagelang mit sich umher, wollen es nicht loslassen. Nach dem Tod einer Schimpansendame in einem Park in Westafrika versammelte sich die ganze Gruppe zu ihrem letzten Geleit, die Affen beobachteten den Abtransport der Toten, legten die Arme umeinander und schwiegen – wie bei einer Beerdigung. Auch monogam lebende Vögel trauern um ihre verstorbenen Gatten: So musste vergangene Woche eine Bahnstrecke bei Stralsund gesperrt werden, weil ein Schwan sich weigerte, von der Seite seiner toten Gefährtin zu weichen, die auf dem Gleis lag.
"Ich denke, manche Tiere verstehen den Tod"
"Tiere sind sehr anhänglich, manche sogar so stark, dass sie starke Reaktionen zeigen, wenn eines von ihnen stirbt", sagt der niederländische Zoologe und Verhaltensforscher Frans de Waal, der am Yerkes Primate Center in Atlanta forscht. "Dem liegt nicht notwendigerweise ein Verständnis des Todes zugrunde, sondern es ist eine negative Reaktion auf einen Bruch. Das Tier vermisst jemanden. Ich denke, manche Tiere verstehen den Tod. Sie verstehen, dass wenn ein anderes Individuum aufgehört hat zu atmen und sich zu bewegen, dass dies eine bleibende Veränderung bedeutet, und das macht sie sehr bekümmert."
Trauer besteht aus zwei Komponenten, erklärt der Biologe und Theologe Rainer Hagencord, der in Münster das Institut für Theologische Zoologie gegründet hat. Da ist zum einen die Emotionalität: "Die Gefühlswelt eines Goldhamsters ist natürlich anders als die eines Schimpansen", Forschungen mit Primaten hätten allerdings gezeigt, "dass diese Tiere letztlich über das ganze Gefühls- und Verhaltensrepertoire verfügen, das wir Menschen auch haben: innige Liebe, Zuwendung, Trauer, Mordlust, Überfall, Vergewaltigung." Primaten haben bisweilen Schwierigkeiten, den Tod eines Artgenossen zu bewältigen: "Manche Tiere hören nach dem Verlust eines anderen auf zu essen", berichtet Frans de Waal, "und das ist mit Sicherheit eine starke Reaktion."
Die andere Komponente der Trauer ist die der Sozialkompetenz. Bei Elefantenherden ist sie besonders stark ausgeprägt. Die Tiere wissen um einander, kennen einander. Jeder Elefant entwickelt eine Persönlichkeit und übt eine Funktion in der Gruppe aus - auch deshalb ist der Verlust so schmerzlich, wenn einer stirbt. Diese Beobachtungen bedeuten allerdings nicht, dass trauernde Tiere wie trauernde Menschen sind. Ein wesentlicher Unterschied: Tiere haben keine Trauerrituale, also "keine Bestattungen, Grabbeigaben oder Tänze."
Tiere haben keine Kultur oder Religion
Rituale, so erklärt Rainer Hagencord, "gehören in das Feld, das man Kultur nennt. Eine Kultur oder Philosophie oder Religion entsteht ja erst dann, wenn der Faktor Zeit eine Rolle spielt, das heißt wenn ein Individuum oder eine Gesellschaft sich die Frage stellt: 'Was ist denn übermorgen? Was ist nach diesem Winter? Was ist nach dem Tod eines Clan-Genossen?' Dann kommen erst die Sinnfragen ins Spiel und die Frage: 'Wie bewältigen wir die Zukunft?'" Auch der Gedanke an den eigenen Tod gehört in diesen Zusammenhang. Frans de Waal erklärt vorsichtig: "Ob Tiere von ihrer eigenen Sterblichkeit wissen, ist eine ganz andere Frage, und wir haben keine Erkenntnis darüber, ob sie es tun."
Tiere sind keine vereinfachten Menschen. Es ist – streng genommen - ein methodischer Fehler, ihre Art zu trauern mit menschlichen Begriffen - also anthropomorphistisch - zu beschreiben. "In der Verhaltensbiologie ist mit ein Begriff wichtig geworden", erzählt Rainer Hagencord von seinem Studium: "nämlich 'the animal's point of view'. Es gilt, aus dem Blickwinkel des Tieres bestimmte Dinge zu verstehen." Dazu gehöre, zu beschreiben, in welchem Ökosystem - zum Beispiel im Regenwald oder in einem Korallenriff - ein Tier sich in einer bestimmten Weise verhält, und in welchem Sozialverband welches Verhalten sinnvoll ist.
Aus dem "animal's point of view", dem Blickwinkel des Tieres, war es genau richtig, der Elefantenherde im Münchner Zoo den Leichnam der kleinen Lola zurückzubringen, meint Hagencord. "Unter dem Aspekt, dass die Tiere hochsozial leben, ist es sicherlich sinnvoll, dass ein Abschied und eine Trauer möglich ist." Die Tiere stehen noch eine Weile still vor dem Baby, streicheln es mit ihren Rüsseln. Ob sie nun verstehen, was der Tod ist oder nicht - auf jeden Fall empfinden die großen Elefanten Schmerz darüber, dass die kleine Lola nicht mehr lebt." 
Quelle: http://www.evangelisch.de/themen/wissen/wenn-die-tiere-trauer-tragen-ein-abschied-im-elefantenhaus56691

22.01.2012
"Hellabrunn trauert um Elefantenbaby Lola
Trotz intensivster Bemühungen das herzkranke Elefantenbaby zu retten, starb Lola am heutigen Samstag an einer Lungenembolie
Am Freitagabend hatte das interdisziplinäre Ärzteteam aus Herzchirurgen, Kardiologen und Anästhesisten der Human- und Tiermedizin entschieden, die knapp 3 Monate alte Lola im Universitätsklinikum Großhadern zu operieren und nicht den vorbereiteten Operationssaal des Münchener Tierparks zu nutzen. Nur durch eine in der Uniklinik mögliche Computertomographie konnten die besonderen anatomischen Gegebenheiten geklärt werden, um damit das Operationsrisiko zu verringern.
Samstagmorgen sollte die Notoperation starten. Das Elefantenbaby wurde beruhigt, die Tierpfleger und Tierärzten begleiteten den Transport zum Klinikum Großhadern. Hier wurde Lola für die Untersuchung im CT vorbereitet und sanft in Narkose gelegt. Obwohl ihr Kreislauf anfänglich sehr stabil war, verstarb sie noch während der Aufnahmen an einer akuten Lungenembolie, die durch das vorab diagnostizierte Blutgerinnsel im rechten Herzvorhof ausgelöst wurde. Trotz intensiver Reanimationsmaßnahmen konnte sie nicht wiederbelebt werden.
Am Samstagnachmittag hatten Elefantenmutter Panang (22) und die Herde Gelegenheit, sich von Lola zu verabschieden.
„Wir sind alle sehr traurig, dass wir Lola nicht helfen konnten. Es war immer unsere größte Sorge, dass das Blutgerinnsel im Herz eine Embolie verursacht, was den sofortigen Tod bedeutet. Genau das ist leider passiert. Unser einziger Trost ist, dass wir alles versucht haben, um das Leben des Elefantenbabys zu retten.“ sagte Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem."
Quelle: http://www.tierpark-hellabrunn.de

19.01.2012
"Elefantenkuh "Mausi" gestorben
Seit acht Jahren setzte sich Elefanten-Schutz Europa e.V. für die schwer kranke Elefantenkuh "Mausi" ein, die im deutschen Circus Voyage gehalten wurde. Unser Verein forderte ursprünglich, das unter Arthrose leidende Tier zusammen mit "Anja", einem anderen kranken Elefanten dieses Circusses in eine stationäre Haltung zu überstellen. Doch im Jahr 2008 verstarb "Anja" 32-jährig an Lungenentzündung.
Wenigstens "Mausi" sollte dieses Schicksal erspart bleiben. Doch trotz aller Bemühungen mußte sie weiter - mit anderen Elefanten - im Circus Voyage bleiben, der eine Abgabe kategorisch ablehnte. Dabei bestand aufgrund der unübersehbaren und beständig zunehmenden Behinderung bereits seit Jahren ein Auftrittsverbot für die Elefantin.
Erst Mitte Januar 2012 änderte der Circus seine Meinung - wahrscheinlich, weil das Tier inzwischen sehr geschwächt war. Sein Halter wollte den Elefanten noch an einen belgischen Zoo verkaufen, transportierte ihn selbst nach Belgien.
Bei der Ankunft von "Mausi" am 17.01.2012 im Zoopark Pairi Daiza lag die Elefantenkuh im Transportwagen fest, obwohl der behandelnde deutsche Tierarzt zuvor eine Transportfähigkeit bescheinigt hatte.
Trotz der Bemühungen der erfahrenen belgischen Tierärzte gelang es nicht, das Tier wieder aufzurichten. "Mausi" verstarb im Alter von circa 30 Jahren.
"Mausis" Tod beweist, was unserem Verein und Experten wie Frau Dr. Marion Garaї schon seit Jahren klar war: „Dieser Elefant war seit langem transportunfähig - und hätte deshalb gar nicht mehr im Circus gehalten werden und herumreisen dürfen!“ – so Diplombiologe Tobias Dornbusch vom Verein Elefanten-Schutz Europa e.V. Leider zeugt dieser Fall auf tragische Weise auch vom völligen systematischen Versagen der staatlichen Kontrollen und Gefälligkeitsgutachten des behandelnden Tierarztes.
Obwohl die Gesetze es verbieten, ist es Circussen in Deutschland in der Praxis möglich, sichtlich schwerstkranke Tiere bis zum bitteren Ende mit sich herum zu schleppen und ihnen somit fortdauernd erhebliche Schmerzen und Leiden zu bereiten.
Nur sterben sollten sie möglichst woanders."
Quelle: http://www.european-elephant-group.com/news.htm

18.01.2012
"Hellabrunn bangt um kleines Elefantenmädchen Lola
Lola mit Mutter PanangNach wochenlangen Untersuchungen, die Spezialisten aus den Gebieten Tiermedizin, Tier- und Human-kardiologie sowie Herzchirurgie durch-führen, steht eine traurige Diagnose fest: Das am 28. Oktober 2011 geborene Hella-brunner Elefanten-mädchen Lola hat einen angeborenen Herzfehler.
Am 25. Dezember stellen die Hellabrunner Tierärzte bei dem kleinen Elefantenbaby eine Erkältung fest. Die Krankheitssymptome, ähnlich einer Lungenentzündung, bleiben trotz Behandlung mit Antibiotika unverändert. Die zierliche Lola ist sehr kurzatmig, wirkt müde und unvital.
Am 13. Januar werden die Untersuchungen mit Hilfe der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) ausgeweitet und die Lunge geröntgt – ohne eindeutigen Befund. Das Elefantenbaby trinkt ausschließlich Wasser und kaum noch Muttermilch, sodass die Elefantenmutter Panang (22) gemolken und Lola die Milch aus dem Messbecher gefüttert wird. Weiterhin wirkt die Patientin matt, die Experten vermuten eine Magenentzündung.
Nach wie vor ist Lola sehr schweratmig. Atypische Herzgeräusche werden festgestellt, sodass am 17. Januar das Herz des kleinen Elefantenmädchens per Ultraschall untersucht wird. Zusätzlich zu den drei Hellabrunner Tierärzten und den Spezialisten aus der Tiermedizinischen Fakultät der LMU wird am 18. Januar eine weitere Ultraschalluntersuchung zusammen mit Humanmedizinern aus den Bereichen Kardiologie und Herzchirurgie der Universitätsklinik Großhadern durchgeführt. Diese heutige Untersuchung hat den Verdacht bestätigt: Aufgrund eines angeborenen Herzdefektes ist ein Blutgerinnsel im rechten Herzvorhof entstanden. Da diese lebensgefährliche Erkrankung sehr komplex und bei Elefanten bisher nicht dokumentiert und behandelt wurde, stehen weitere Untersuchungen an, um eine mögliche Therapie abzuklären. Beim Menschen würde ein chirurgischer Eingriff erfolgen, eine Therapie bei einem Elefanten ist bisher nicht bekannt.
„Wir haben Lola so sehr in unsere Herzen geschlossen! Wenn eine sicherlich schwierige Operation nach Ansicht der Spezialisten die einzige Hoffnung ist, dann werden wir um Lolas Leben zu retten, auch einen chirurgischen Eingriff wagen“, sagt Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem."
Quelle: http://www.tierpark-hellabrunn.de

16.01.2011
„Wer wird der Bulle in Planckendael?
Sein Name ist bekannt. Ich weiß jetzt, wer der Bulle wird, der für kleine Kälber in der brandneuen Elefanten-Palast in Planckendael sorgen soll. Sind Sie neugierig geworden? Nun, es ist der 39-jährige Hussein aus Hamburg.
Hussein, so seine Pfleger, ist hübsch pflegeleicht. Das ist schon eine gute Nachricht für unsere Pfleger. Hoffentlich ist er es genauso in Planckendael.
Husseins ist Vater von 13 Kälbern und hat daher bereits bewiesen, was er kann. Hoffentlich klappt es dann schnell zwischen ihm und Tante YuYuYin, aber auch mit Mama, May Tagu und Dumbo.
Wir hoffen, dass  meine Mutter YuYuYin und Phyo Phyo bereits im Jahr 2012 von Hussein abgedeckt werden, so dass wir fast zwei Jahre später eine neue, kleine Kai Mook willkommen heißen. Im Elefant-Palast in Planckendael bis 10 Kühe und 4 Kälber leben. Viel Raum für Spaß mit Spielkameraden.
Bis später,
Kai Mook“
Quelle:
http://www.planckendael.be/?page=news&nid=1074&lang=NL

"Gut Freund mit den Jumbos
Von Roland Ray
BRONNEN BRONNEN/STUTTGART - Das nennt man Abwechslung im Beruf: Harald Auer wünscht derzeit nicht nur seinen Kollegen einen „Guten Morgen“, sondern auch Zella und Pama. Die beiden betagten Elefantendamen leben in der Stuttgarter Wilhelma. Dort sind Mitarbeiter der Firma Schick Gartengestaltung aus Bronnen seit mehreren Monaten im Einsatz. Sie machen das Domizil der Dickhäuter komfortabler und gestalten das Außengehege für das neue Menschenaffenhaus.
„Einfach gigantisch“ sei es, auf Tuchfühlung mit Elefanten zu arbeiten, schwärmt der Bauleiter Auer. Zella und Pama sind trotz ihrer 46 Lenze wunderfitzig, was sich im „Gärtle“ tut. Auf dem Weg ins benachbarte Nashorngehege, wo sie während der Umbauphase Freigang haben, tasten ihre Rüssel nach Baggern und anderem Gerät. Auer und Co. dürfen die Tiere füttern und unter Aufsicht der Pfleger auch schon mal auf dem breiten Rücken Platz nehmen.
Die Elefantenanlage in der Wilhelma gilt als nicht mehr zeitgemäß; außerdem wollte die Zooleitung den Absperrgraben beseitigen, in dem 2010 nach einem Kreislaufkollaps Vilja starb, mit 60 Jahren Europas älteste Elefantenkuh.
"Wir haben die Barriere aus Beton aus dem Boden entfernt und das Gelände planiert und begradigt“, berichtet der Firmenchef Peter Schick. Jetzt wird es neu ausstaffiert. Zella und Pama dürfen sich auf weichen Sandboden, eine Lehmsuhle und ein größeres Wasserbecken freuen. Der Pool wird direkt vor einer Besuchertribüne mit Sitzstufen aus Stuttgarter Travertin angelegt; mit demselben Stein fassen die Fachleute aus Bronnen auch einen Teil des Geheges ein. Darüber hinaus installieren sie neue „Schrubbelbäume“, hoch aufragendes Totholz, an dem die Dickhäuter sich mit Wonne kratzen. „Die alten Stämme waren ganz glatt gerubbelt“, erzählt Peter Schick.
Bis Ostern soll das Außengehege fertig sein. Die Wilhelma verfolgt gleichwohl unverändert das Ziel, eine komplett neue, großzügigere Elefantenanlage zu bauen, die Herdenhaltung ermöglicht. Das ist Zukunftsmusik, bis der Rosensteintunnel verwirklicht ist. Der jetzige Umbau käme dann auch den indischen Panzernashörnern zupass: „Sie würden das modernisierte Elefantengehege erben und hätten mehr Platz“, sagt die Pressesprecherin Karin Herczog.
Für sein Unternehmen sei das Elefantengehege ein Anschlussauftrag gewesen, erklärt Peter Schick. Den ersten, deutlich gewichtigeren Zuschlag hatte er bereits vor zwei Jahren von der Wilhelma erhalten, für die Arbeiten am Außengehege des neuen, fast 20 Millionen Euro teuren Menschenaffenhauses. Gräser und Kräuter, Büsche und Bäume, Bachläufe, Sumpfzonen und Felslandschaften aus Muschelkalk: In Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Landschaftsarchitekten Möhrle wird ein 2000 Quadratmeter großes Areal naturnah angelegt und auf die Lebensgewohnheiten der künftigen Bewohner ausgerichtet. Gorillas und Bonobos sollen sich vom nächsten Sommer an auf der Anlage tummeln. Um das künftige Refugium der Gorillas errichtet Schick einen massiven Holzzaun mit Sichtfenstern aus Glas, über den Bonobos soll sich ein luftiges Stahlnetz spannen. Die Arbeiten sind in vollem Gang, beäugt von Giraffen, Erdmännchen und Wildeseln.
Acht bis zehn Mitarbeiter setzt Peter Schick im Schnitt in der Wilhelma ein, er selbst ist jede Woche vor Ort. Das Auftragsvolumen für Affen- und Elefantengehege summiert sich auf rund drei Millionen Euro. „In einem Zoo tätig zu werden, das war Neuland für uns“, sagt der 44-jährige Firmenchef. Die faszinierenden Einblicke möchte er nicht missen. Begeistert sind Schick und seine Mitarbeiter nicht zuletzt von der freundlichen Atmosphäre, die in der Wilhelma herrsche, und vom Engagement und Wissen der Tierpfleger.
(Erschienen: 15.01.2012 12:45)"
Quelle:
http://www.schwaebische.de/region/biberach-ulm/laupheim/rund-um-laupheim_artikel,-Gut-Freund-mit-den-Jumbos-_arid,5191294.html

11.01.2012
"Zwei gute Nachrichten zum Jahresbeginn: Asiatische Elefanten tragend, drei quicklebendige Pinguinküken freuen sich auf Yukon Bay. Zwei schlechte Nachrichten: Zwei Seelöwen und eine Wölfin verstarben.
2013 Zuwachs bei der Elefantenherde
Kurz vor Weihnachten gibt es immer die schönsten Leckereien. Als Elefantendame von Welt weiß man sich allerdings zu beherrschen, zu mal die Pfunde von der letzten Schwangerschaft dank Mutter-Kind-Turnen gerade wieder gepurzelt sind. Doch bei Khaing Hnin Hnin (* 13.09.1982) und Farina (* 20.03.2003) ist von Zurückhaltung keine Spur, schließlich essen beide wieder für Zwei.
Dem Charme von Elefantenbulle Nikolai waren die beiden Damen erneut erlegen. Mitte des vergangenen Jahres kamen die ersten, leisen Vermutungen auf und aus den Vermutungen ist nun Gewissheit geworden: Beide Elefantenkühe sind tragend. Voraussichtlich im Januar 2013 und im April 2013 werden zwei Minifanten in Hannover erwartet. Elefanten bringen nach einer Tragzeit von bis zu 660 Tagen ihre Jungtiere auf die Welt. Die kleinen Wonneproppen wiegen bei der Geburt bereits etwa 100 Kilo und sind ca. 80 – 100 cm groß.
Die Schwangerschaft der beiden Elefantendamen ist ein toller Erfolg für die Zucht der stark bedrohten Tierart. Nach dem Sensationsjahr 2010, in dem fünf Elefantengeburten gefeiert wurden, gibt es bald erneut Nachwuchs in Hannover. [...]
Quelle:
http://www.zoo-hannover.de/unternehmen-zoo/aktuellespresse/aktuelle-nachricht/news/leben-und-sterben-im-zoo.html

09.01.2012
Berlin: "Zoo/Tierpark
Gleich 3 Elefanten-Damen sind trächtig
02. Januar 2012 19.22 Uhr, Uwe Steinschek
Pang Pha, Kewa und Nova erwarten Nachwuchs - Im Zoo und Tierpark ist die Freude groß.
Berliner Elefanten und Karnickel sind eigentlich nicht zu vergleichen. Wäre da nicht der Punkt der Fruchtbarkeit.
Die scheint bei unseren Dickhäutern in Zoo und Tierpark so sprichwörtlich entwickelt, wie bei den Spitzohren.
„Pang Pha ist zum vierten Mal schwanger. Auch die Elefantendamen Nova und Kewa im Tierpark Friedrichsfelde sind guter Hoffnung“, verrät Zoo- und Tierparkdirektor Bernhard Blaszkiewitz.
Die Geburt bei Nova erwartet Blaszkiewitz im Frühjahr. „Bei Kewa ist es Mitte des Jahres soweit“, schätz er. Pang Pha, die wieder von Bulle Victor gedeckt wurde, wird ihr Junges voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte zur Welt bringen.
Doch in die Freude um die Elefantenschwangerschaften mischt sich bei Blaszkiewitz auch Nachdenklichkeit.
Er weiß um das Risiko der mysteriösen, tödlichen Herpesinfektion, der Elefantenkinder im Zoo ausgesetzt sind – und gegen die es bisher keinen Impfstoff gibt. Die kleine Ko Raya (2) war im Mai 2011 an der Infektion gestorben, kurz danach, im April, die drei Jahre ältere Shaina Pali."
Quelle:
http://www.bz-berlin.de/bezirk/charlottenburg/gleich-3-elefanten-damen-sind-traechtig-article1353009.html

Duisburg
"Elefantenhaltung gefährlich
VON HILDEGARD CHUDOBBA - zuletzt aktualisiert: 07.01.2012 Duisburg (RP).
Der Verein "Elefantenschutz Europa" wirft dem Duisburger Zoo vor, bei seiner Elefantenhaltung zu lasch zu sein und damit Menschen in Gefahr zu bringen. Zoo-Chef Winkler widerspricht zum Teil.
Anders als bei den Gegnern der Delfinhaltung, die den Duisburger Zoo sogar vor Gericht zerren wollen, spricht Zoochef Achim Winkler den Mitgliedern des Vereins Elefantenschutz Europa durchaus Fachwissen zu. Und er widerspricht ihnen auch nicht, wenn sie die Gefahren beschreiben, die von den Dickhäutern für die Pfleger ausgehen.
Aber den in ihrem Brief von gestern enthaltenen Vorwurf, am Kaiserberg werde tatenlos hingenommen, dass Menschen auch künftig durch die Dickhäuter zu Schaden kommen könnten, dem stellt er sich entschieden entgegen.
Schon lange wird an der Zoospitze darüber nachgedacht, die Elefantenanlage so umzubauen, dass es nicht mehr zu einem direkten Kontakt zwischen den Tieren und ihren Pflegern kommen kann. Das Personal ist davon allerdings überhaupt nicht begeistert. Denn es fühlt sich in der Nähe der Tiere sicher. "Doch unbestritten ist, dass die Arbeit mit Elefanten absolut gefährlich ist und eine exzellente Ausbildung erfordert", sagt Winkler. Der Umgang mit Tieren sei immer mit Risiken behaftet. "Das erleben wir immer wieder am Beispiel von Hunden, die plötzlich beißen, oder auch bei Stieren, die ihren Bauern töten."
Aufgrund ihrer Größe, ihres Gewichtes und ihres Verhaltens sei bei Elefanten unerlässlich, "sich sehr genau mit dem Charakter jedes einzelnen Tieres auseinanderzusetzen", so Winkler. Elefantenkuh Daisy beispielsweise sei wegen ihrer Launen an manchen Tagen mit absoluter Vorsicht zu behandeln. "Und zu Shaka haben wir grundsätzlich keinen direkten Kontakt, weil Elefantenbullen immer gefährlich sind."
Dass "Daisy" vor Jahren mal einen Pfleger verletzte, was der Verein anführt, bestreitet Winkler nicht. Dass die beiden anderen Kühe, obwohl vergleichsweise verträglich, mit gebotener Vorsicht zu behandeln seien, sei selbstverständlich. Regelmäßig würden die Pfleger geschult und in Sicherheitsfragen unterwiesen. "Denn unter keinen Umständen darf bei ihnen eine Laissez-faire-Haltung entstehen", so der Zoochef. "Wir wissen um die Gefahren sehr genau."
Als sich beispielsweise vor zwei Jahren abzeichnete, dass zwischen einem neuen Mitarbeiter und den Elefanten die Chemie nicht stimmte, "da haben wir den Mann sofort woanders eingesetzt." Es gäbe nicht immer eine rationale Erklärung für solche klimatischen Störungen. "Aber weil wir den Charakter unserer Tiere kennen, merken wir sehr schnell, ob wir eingreifen müssen", sagt Winkler.
In den Zoos setze sich gerade bei der Elefantenhaltung immer mehr das Prinzip des "geschützten Kontaktes" durch. Um in Duisburg zu verhindern, dass Pfleger und Tiere unmittelbar aufeinandertreffen, wären allerdings aufwendige Umbauten nötig. Solche hohen Investitionen müssen allerdings sehr genau geplant werden."
QUell:
http://www.rp-online.de/niederrhein-nord/duisburg/nachrichten/elefantenhaltung-gefaehrlich-1.2664297

05.01.2011
"Elefantenpfleger in Lebensgefahr - der vertuschte Skandal in deutschen Zoos
Die Tierpflegerin Petra S. wird von einem 4-jährigen Elefanten angegriffen und lebensgefährlich verletzt. Magdeburg, September 2011: Elefantenkuh „Birma“, die seit 38 Jahren im Zoo lebt, verletzt einen Tierpfleger. Augsburg, Oktober 2011: Elefantin „Sabi“ drückt einen erfahrenen Tierpfleger an eine Wand und verletzt ihn so schwer, dass er wochenlang im Krankenhaus liegt.
Glaubt man den Verantwortlichen der betroffenen Zoos, handelt es sich um bedauerliche Einzelfälle, unvorhersehbar und daher unvermeidbar. Doch die Wahrheit sieht anders aus: Es sind nur die aktuellsten deutschen Vorfälle einer Serie schwerer und schwerster Unfälle mit Elefanten in Zoos auf der ganzen Welt, die jedes Jahr Verletzte und Tote fordert. So starben allein seit dem Jahr 2000 in europäischen und US-amerikanischen Zoos 12 Pfleger; weitere Attacken mit tödlichem Ausgang gab es in Zirkussen in Australien, den USA sowie mehreren asiatischen Staaten. In Zoos der USA sind insgesamt 234 Vorfälle mit 22 Toten und 204 Verletzten belegt; in Deutschland mindestens 92 Vorfälle mit 12 Toten und 51 Verletzten. Von den 27 deutschen Zoos, die derzeit Elefanten halten, hatten mit 15 mehr als die Hälfte seit 1990 mindestens einen, oft sogar mehrere schwere Zwischenfälle mit Elefanten. Und die Dunkelziffer ist hoch. Zudem wird ein Elefant, der einmal den Respekt vor Menschen verloren hat, häufig immer wieder aggressiv. Die schwere Attacke steht oft am Ende einer ganzen Serie von Zwischenfällen, die verharmlost, verschwiegen und vertuscht wurden. Auch in den Zoos von Dresden, Magdeburg und Augsburg kann niemand behaupten, von der Gefahr durch Elefanten völlig unvorbereitet überrascht worden zu sein, denn in allen drei Zoos haben sich bereits schwere Zwischenfälle ereignet. In allen Fällen musste der betroffene Elefant in einen anderen Zoo umziehen. Das ändert allerdings an dem Problem nichts, solange das Haltungssystem nicht geändert wird: Der nächste aggressive Elefant kommt bestimmt.
Bei fast allen Zwischenfällen basiert das Verhältnis von Mensch und Elefant auf einem System des ungeschützten, sog. „Direkten Kontaktes“. In diesem herkömmlichen Haltungssystem, das bis heute in 22 der 27 deutschen Zoos mit Elefanten angewendet wird, wird das Wildtier Elefant gemäß der asiatischen Tradition wie ein Haustier behandelt. „Unfälle“ sind oft nichts anderes als ein Aufbegehren von Elefanten, die es satt haben, sich vom Menschen herumkommandieren zu lassen. Was jedoch nur selten zur Sprache kommt: Zur guten Elefantenpflege ist dies überhaupt nicht erforderlich! Denn es gibt eine Alternative: Geschützter Kontakt! Im „Geschützten Kontakt“ sind Mensch und Tier wie bei allen anderen gefährlichen Wildtieren im Zoo räumlich immer getrennt. Auf Belohnungsbasis wird Elefanten beigebracht, sich durch ein Gitter pflegen zu lassen. Strafen gibt es nicht. Diese Methode gewährleistet hohe Pflegequalität und Sicherheit der Tierpfleger zugleich. Erfahrungen in vielen Zoos beweisen, dass dies hervorragend funktioniert, auch wenn sich gerade die Pfleger zunächst oft gegen das ungewohnte System sträuben. „Geschützter Kontakt“ kann auch in alten Elefantenhäusern praktiziert werden, erfordert allerdings den Umbau der Tore. Europaweit praktizieren bereits 70% aller Zoos mit Elefantenhaltung „Geschützten Kontakt“. Die nordamerikanische Zoovereinigung „AZA“ verkündete im August 2011, dass alle Mitgliedszoos so schnell wie möglich das Elefantenmanagement entsprechend umstellen sollen, um die Sicherheit der Tierpfleger zu gewährleisten.
Doch die meisten deutschen Zoos pflegen lieber den Mythos vom „sanften Riesen“, anstatt aus der Tatsache, dass Elefanten gefährliche Wildtiere sind, Konsequenzen zu ziehen. Dabei wird „Geschützter Kontakt“ in allen deutschen Zoos, die einen erwachsenen Elefantenbullen halten, bereits praktiziert – aber jeweils nur für den Bullen! Dass Elefantenkühe und Bullkälber schon ab dem Alter von 2 Jahren ebenso gefährlich werden können wie erwachsene Elefantenbullen, will in den „wissenschaftlich geleiteten“ deutschen Zoos kaum jemand wahrhaben. Dabei werden ca. 80% aller Unfälle mit Zooelefanten von Elefantenkühen verursacht. Angesichts der horrenden Unfallzahlen und gerade auch der jüngsten Vorfälle kann aber niemand mehr behaupten, die tödliche Gefahr, in die sich Elefantenpfleger täglich begeben, sei unvorhersehbar. Wenn erfahrene Pfleger einschätzen könnten, ob bzw. wann ein vermeintlich gutmütiger Elefant gefährlich wird, gäbe es die drei schweren Unfälle 2010-2011 nicht! Es stellt eine unverantwortliche Fürsorgepflichtverletzung dar, dass Zoodirektoren diese Gefahr immer noch ignorieren und es unterlassen, sichere Arbeitsbedingungen für ihre Angestellten zu schaffen. Diese Fahrlässigkeit im Umgang mit Gesundheit und Leben von Elefantenpflegern bedingt aber, dass im Falle eines „Unfalls“ nicht nur ein tragisches Ereignis vorliegt, sondern neben Schadensersatzforderungen der Opfer auch Straftaten im Raum stehen: Fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung.
„Daher fordert der Verein Elefanten-Schutz Europa die Zoos auf, den „Geschützten Kontakt“ für alle ihre Elefanten – also auch für Elefantenkühe – anzuwenden“, so Jürgen Schilfarth und Olaf Töffels vom Vorstand des Vereins.
Quelle: Verein Elefanten-Schutz Europa e.V."
Quelle:
http://www.extremnews.com/nachrichten/natur-und-umwelt/500113c16924ccd

03.01.2012
2012 wird ein aufregendes Elefanten-Jahr für Hagenbeck
Sylke Heun  
Vorfreude in Hagenbecks Tierpark: Im Frühjahr steht die Geburt zweier Kälber an und Bulle Hussein wird gegen einen neuen Bullen eingetauscht.
Es ist die Ruhe vor dem Sturm. Wer dieser Tage bei den Elefanten bei Hagenbeck vorbeischaut, sieht schnöden Alltag: rüsseln, futtern, spielen, sich ärgern, wieder vertragen und schmusen. Hinter den Kulissen aber bewegt sich was, denn 2012 wird ein entscheidendes Jahr für die Elefantenzucht im Tierpark. Zum einen wird im Frühjahr die Geburt zweier Kälber erwartet, zum anderen muss Bulle Hussein im Tausch gegen einen neuen Bullen die Hansestadt verlassen.
Hussein - gut aussehend, pflegeleicht und Vater von inzwischen 13 Jungtieren - ist ein großer Verlust. Thorsten Köhrmann, Chef der Elefantenpfleger, ist trotzdem nicht traurig: "Wir haben gar keine andere Wahl, schließlich soll er nicht seine eigenen Töchter decken." Für Hussein, der in den belgischen Zoo Planckendael nahe Antwerpen wechselt, wird der 13-jährige Thisiam nach Hamburg kommen. Der gebürtige Pariser sei "ein hübscher Kerl", so Köhrmann, und steht zurzeit allein in Kattowitz in Polen. Der Elefantenpfleger hat ihn bereits besucht und ist zuversichtlich, seiner Herde mit dem eher klein und bullig gebauten jungen Herren einen Gefallen zu tun.
Quelle: http://mobil.abendblatt.de/hamburg/article2141073/2012-wird-ein-aufregendes-Elefanten-Jahr-fuer-Hagenbeck.html?cid=hamburg

WUPPERTAL - „Uli“ ist noch nicht ganz ein Jahr alt und noch nie gewogen worden. Vorsichtig klettert der kleine Elefant auf das Metallbrett im Boden, die Anzeige bleibt bei 480 Kilogramm stehen.
Die Brotwürfel zur Belohnung schiebt der kleine Jumbo sich geschickt ins Maul. Dann wird dem Elefanten-Jungen langweilig: Der Pfleger zieht am Rüssel, und „Uli“ stemmt trotzig seine dicken Vorderbeine in den Boden. „Der hat einfach keine Lust mehr“, sagt Zoodirektor Ulrich Schürer.
Im Wuppertaler Zoo ist in diesen Tagen Volkszählung angesagt. In jedem Käfig, Gehege und Aquarium werden die Bewohner von den 45 Tierpflegern erfasst. Große Überraschungen, verrät Zoo-Kurator André Stadler, erwarte er nicht. Am ehesten könnte es Zuwachs bei den Fischen geben. „Ein Fisch bekommt ja auf einen Schlag 100 Babys.“ Auch die Zahl der Gäste ist beachtlich: Weit mehr als 600 000 Besucher hatte der im grünen Park gelegene Zoo in diesem Jahr.Die Elefanten-Herde ist mit neun Tieren übersichtlich: Der Traditionszoo in Wuppertal ist einer der wenigen, der die Dickhäuter züchtet. Im Januar 2011 kamen hier „Uli“ und die kleine „Shawu“ auf die Welt. Die Baby-Elefantin brachte bei der Geburt 128 Kilogramm auf die Waage.
Bei „Uli“ dagegen konnten die Pfleger das Gewicht nur auf etwa 110 Kilo schätzen. „Wir haben ihn nicht wiegen können, weil die Mutter es nicht zugelassen hätte“, berichtet der Zoodirektor.
Umso erfreulicher, dass „Uli“ in den 347 Tagen seit der Geburt im Schnitt mehr als ein Kilo pro Tag zugenommen hat. „Tika“, seine große Schwester, lässt sich im Elefantenhaus schon bereitwilliger zum Wiegen führen und kommt auf 1310 Kilogramm. Mutter „Sabi“ stapft routiniert aufs Brett und lüpft ein Bein – sie wiegt 3280 Kilo. Bis zu 40 Kommandos könnten die großen Elefanten verstehen, erzählt der Kurator. „Die Kleinen können schon ,nein‘.“
Zur Belohnung gibt es für die Elefanten Weihnachtsbäume. Baumärkte hätten mehr als 650 nicht verkaufte Tannen hergeschenkt, berichtet Kurator Stadler. Die Besucher des Zoologischen Gartens der Stadt Wuppertal entdecken derzeit bei vielen Tieren die umfunktionierten Nadelbäume. Auch Dromedare kauen auf den immergrünen Zweigen herum. Irgendwann aber haben die Tiere erfahrungsgemäß genug davon: „Wir wollen ja auch nicht zehn Tage lang Pizza essen“, sagt Stadler. Auch die Wölfe spielen in ihrem Gehege mit den Bäumen, und sogar die Eisbären haben Tannen bekommen. - dpa
Quellehttp://www.wa.de/nachrichten/nordrhein-westfalen/allen-tricks-lockt-wuppertaler-seine-tiere-inventur-1546561.html
mit Fotos, wie das Bullkalb Uli vom Pfleger am Rüssel (!!!) auf die Waage gezogen wird. Leute, muss das sein?¿

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