Zoo "La Reserva"
in Castillo de las Guardas

 

Bereits seit dem Weggang der beiden „Aung's“ aus dem Kölner Elefantenpark im Jahre 2007, war es ein Traum von mir sie dort zu besuchen. Und dieser Traum ging in unserem Andalusien-Urlaub im April 2010 in Erfüllung.
Der Zoo ist noch sehr jung, seine Pforten öffneten erst 2000. Er liegt ca. 50 km von Sevilla entfernt und wurde auf dem Gelände einer alten Mine erbaut, die 1963 still gelegt wurde.

Die Hügeln dieses Geländes sind von Pinien, Eukalyptus und Kork bewachsen. „La Reserva“ ist Heimat von mehr als 1.000 Tieren in über 100 verschiedenen Arten. Der Zoo ist ein Safaripark, den man nicht zu Fuß begehen kann. Man fährt im eigenem PKW oder in „Bimmelbahnen“ des Zoos durch diesen.
Einige Zeit vor Reiseantritt habe ich mich mit dem Zoo in Verbindung gesetzt. Der Veterinär empfing uns, führte uns durch den Zoo und war sehr ausdauernd in der Beantwortung unserer Fragen.

In La Reserva in Castillo de las Guardas leben Jungbullen-Gruppen.

Die ältere Gruppe bestand bei unserem Besuch aus:

Tsje Pyan, geb. 23.12.1997 (Naing Thein + Thi Ha Phyu)
Maxim, geb. 01.03.1998 (Ramon † + Yu Yu Yin)
Maung Htoo, geb. 08.02.1998 (Naing Thein + Swe San Htay †) - lebt jetzt im französischen Zoo Touroparc Romanèche

Die jüngere Gruppe bestand bei unserem Besuch aus:

Maurice, geb. 16.06.2001 (Chinto + Alix)
Aung Bo, geb. 17.07.2001 (Naing Thein + Khaing Lwin Htoo)
Aung Si, geb. 03.03.2002 (Naing Thein + Thi Ha Phyu)

 Im Mai 2011 zog der Bulle Maung Htoo nach Frankreich / Zoo Touroparc Romanèche. Für ihn kamen zwei Jungbullen: Unt Bwe, geb. am 23.05.2006 im Zoo Emmen und Euan, geb. am 25.09.2004 im Zoo Whipsnde. In welcher Gruppe die beiden leben, weiß ich nicht. Aber ich vermute, dass sie Maxim und Tse Pyan Gesellschaft leisten.

 Hier gibt es nähere Infos  zu den Bullen

Beide Gruppen haben untereinander keinen Kontakt, aber der Veterinär erzählte, dass sie miteinander per Infraschall kommunizieren.

Von 2001 bis 2006 hielt der Zoo am Fuße der alten Mine auch eine Gruppe afrikanischer Elefanten beiden Geschlechts. Durch ungeeigneten Boden der Anlage war der Zoo veranlasst, diese Haltung einzustellen.

Bei unserem Besuch trafen wir als erstes auf die Gruppe der Älteren. Als wir bei ihnen ankamen, wurden sie gerade auf die Anlage gelassen. Dazu müssen sie durch einen Behandlungskäfig und durch eine Unterführung, der unter der Besucherstraße herführt.

Auch die Gruppe der Jüngeren, aber nicht unbedingt viel kleineren Bullen, wurde erst auf die Anlage gelassen, als wir bei ihnen ankamen. Wir konnten sie bei einem kurzen Target-Training beobachten.

Die beiden Anlage sind sehr groß - je knapp 25.000 qm, sehr bergig und uneben, was den Bullen aber muskulöse Hinteransichten bescherte. Es gibt je eine Bademöglichkeit und schattenspendende Unterstände. Gefüttert werden sie mit Heu, Luzerne, Obst, Gemüse und Pelletts.
Die jeweiligen Gruppen verstehen sich gut, einen Chef gibt es nicht. Das wechselt immer mal wieder, manchmal sogar tageweise.

Ich bedanke mich bei Veterinär und beim Pfleger, die sich an diesem Tag so viel Zeit für uns genommen haben. Der Besuch "unserer" beiden Aung's und ihren Freunden wird unvergessen bleiben!!! 

Hier geht's zu Homepage des Zoos:
 

 Weitere Fotos der Elefanten aus El Castillo findet Ihr im Fotoalbum!

    

© Stephanie Wroben, 2006 - 2011 www.Elefanten-Fan.de