Zoo Duisburg 

 

Geschichte: Der Zoo Duisburg wurde am 12. Mai 1934 als „Duisburg-Hamborner Tierpark am Kaiserberg“ gegründet. Schon 1937 begann sich der Zoo mit einem ersten (geliehenen) Elefanten von einem kleinen Tiergarten zu entfernen. Die ca. 3-jährige Rani konnte für 8 Wochen bewundert werden. Tagsüber war Rani im Gehege der Wasserbüffel zu sehen. Über Nacht kam sie in das alte Vogelhaus II. 1938 war "Steppu" auch wieder nur für wenige Wochen zu sehen. Die Gründe warum Duisburg damals keine eigenen Elefanten gehalten hat, waren die hohen Anschaffungs- und Unterhaltskosten: der Eintritt kostete damals 10 Reichspfennige, der Preis eines Elefanten lag bei 5.000 Reichsmark.

Mit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939 musste der Zoo dann geschlossen werden. Erst 1946 wurde der Zoo mit Tieren, die man aus dem Münchener Tierpark Hellabrunn geliehenen hatte, wieder eröffnet. 1953 konnte der Zoo den Erwerb des ersten eigenen Elefanten verzeichnen. Die Elefantendamen Meneki und Singora aus Thailand kamen nach Duisburg und zogen in das Elefantenhaus, dass sie sich mit den Giraffen teilen mussten.

Im Jahre 1954 bekamen die Asiaten Gesellschaft einer Afrikanerin - "Khandidja". 1961 zog wiederum eine Afrikanerin nach Duisburg - "Ngbaya". Ngbaya gehörte der Unterart der Waldelefanten an. Mit ihr konnte der Duisburger Zoo gleich 3 Arten zeigen.


(mit freundlicher Genehigung von Stefanie Horn,
Foto aus der Familiensammlung, aufgenommen 1966)

Wenige Monat nach Ngbaya kam wieder eine Afrikanerin. Der Zoo gab "sie" jedoch bald wieder ab, weil es sich nicht um eine Kuh sondern um einen Bullen handelte. Damals war Duisburg noch nicht auf die Beherbergung eines Bullen ausgelegt. Die etwas 2-jährige Khari kam dafür im Gegenzug nach Duisburg.
1987 verstarb Singora an Herzversagen. 1986 zog "Zimba" ins Elefantenhaus ein. 1992 musste Meneki wegen zunehmenden Altersbeschwerden eingeschläfert werden. Khari lebte nur noch mit Zimba zusammen. Am 10.06.1995 brachen Eindringlinge nachts ins Elefantenhaus ein und entwendeten die Spendenbox. Zimba hat sich wohl so sehr erschrocken, dass sie stürzte und sich ein Bein brach. Trotz aller Bemühungen verbesserte sich Zimbas Zustand nicht, so dass sie eingeschläfert werden musste, um ihr weitere Qualen zu ersparen. So lebte Khari über ein Jahr lang allein. Im November 1996 bekam sie wieder Gesellschaft: Saiwa, Etosha und der Jungbulle Shaka kamen aus Lissabon nach Duisburg. Daisy, ein ehemaliger, alleingehaltener Zirkus-Elefant zog am 07.07.2001 in den Duisburger Zoo. Ihr Besitzer verkaufte sie dem Zoo. Nach dem Mauerfall konnte er keinen Gefährten für Daisy bekommen. Um ihr ein artgerechteres Leben zu ermöglichen, fragte er im Duisburger Zoo nach. Der Zoo kaufte Daisy ihrem Besitzer ab. Hätte er sie an einen anderen Zirkus verkauft, hätte er das Doppelte oder Dreifache für sie bekommen können.

Da Daisy den Kontakt zum Menschen kennt und auch braucht, gehen die Pfleger mit ihr im Zoo spazieren. Dabei bekommt sie Streicheleinheiten und Leckerlis. Wenn sie dann zu den anderen Elis zurückkommt, haben diese auch ihre Freude an Daisys Spaziergang. Sie beschnüffeln sie und lesen so an ihr „Zeitung“.


(die verstorbene Kathi, Foto von Steffi Horn)

Anfang Juni 2006 verstarb Leitkuh Khari, die 30 Jahre im Zoo lebte, an einem Blinddarmdurchbruch. Der Jungbulle Shaka litt eine Zeitlang sehr unter ihrem Tod, da sie bei ihm anfangs die Mutterrolle übernommen hat. Khari war die Leitkuh der kleinen Duisburger Gruppe. Nach ihrem Tod hat Daisy diese Position übernommen. Das alte Elefantenhaus wurde umgebaut. Um Platz zu schaffen, gab man vorübergehend die Giraffenhaltung auf. Der Besucherraum wurde zugunsten von 5 Boxen verkleinert. Auf Ankettung der Elefanten konnte seither verzichtet werden. Der Bulle Shaka bekam im Jahre 2001 sein eigenes Reich. 2002 wurde die Außenanlage nochmals vergrößert.

Im Zoo Duisburg leben:



Der Bulle Shaka, geb. 1991

sowie die Kühe

von li. nach re.: Daisy - Dzomba - Etosha - Saiwa

Daisy, geb. 1985
Etosha, geb. 1990
Saiwa, geb. 1990 und

Infos zu den Elefanten in Duisburg

Am 15.07.2008 vergrößerte sich die Duisburger Elefnaten-Gruppe. Dzomba, die bisher in Rostock lebte, zog ins Elefantenhaus ein. Da Dzomba vom Alter her gut in die Duisburger Gruppe passt und man ihr die Möglichkeit zur Fortpflanzung geben wollte, gab der Rostocker Zoo seinen Zögling ab.
Dzombas Integration in die Gruppe und das Handling mit ihr erwiesen sich als nicht einfach. Daher wurde Dzomba am 15.09.2008 an den Safari Park Beekse Bergen abgegeben. Dort trifft sie auf 5 weitere Kühe und auf den Bullen Calimero, den größten Afrikaner in Europa. Die Elefanten in Beekse Bergen werden im geschützten Kontakt gehalten.

 

Der Duisburger Zoo ist einer der Zoos, die von uns "schnell" zu erreichen sind. Nach ca. 30 Minuten waren wir da. Wir haben den kompletten Tag im Zoo verbracht…. Als wir bei den afrikanischen Elefanten angekommen sind, standen sie weiter hinter auf der Außenanlage. Vorne im Außengehege bereiteten die Pfleger einen Haufen Zweige. Als die Pfleger das „OK“ gaben, kam eine Kuh nach der anderen zum den Zweigen gerannt. Es war ein schöner Anblick: Ohren aufgestellt und im Laufschritt nach vorne. Einen ganz besonderen Tag im Duisburger Zoo habe ich am 24.08.2007. Da hatte ich einen halben Tierpflegertag bei den grauen Riesen.... dieser Tag war einfach unvergesslich.

 

Tierpflegertag in Duisburg

 

  Weitere Fotos der Elefanten aus dem Zoo Duisburg findet Ihr m Fotoalbum!

© Stephanie Wroben, 2006 - 2013 www.Elefanten-Fan.de