Die Duisburger Elefanten

  

Shaka, der Duisburger Elefantenbulle, wurde 1991 in Südafrika geboren. Ca.1-bis 2-jährig kam Shaka zusammen mit den Kühen Saiwa und Etosha in den Zoo von Lissabon. Alle drei Tiere stammen aus einer Culling-Aktion. Seit November 1996 lebt Shaka im Duisburger Zoo. Er hat seinen Namen in Anlehnung an den Häuptling der Zulus– Shaka Zulu - bekommen. Shaka ist etwas klein geblieben, wenn man bei einer Größe von 2,41 m und 2,2 Tonnen von klein reden kann. Jedenfalls liegt es daran, dass er zu früh von seiner Mutter getrennt wurde und ein Jahr auf Muttermilch verzichten musste und wohl auch anfangs falsch ernährt wurde. Er ist ein wunderschöner Bulle mit kräftigen, symmetrisch geformten Stoßzähnen und anmutendem Körperbau. Er ist lieb, ruhig und gutmütig, jedoch Fremden gegenüber kann er aggressiv werden. Shaka spielt gerne und viel mit Saiwa, hatte mit Etosha die meisten, bislang unproduktiven, Deckversuche. Die älteste Elefantenkuh Daisy mag er manchmal nicht, weil sie Angst vor ihm hat, wenn er zu ungestüm ist. Er möchte die Kühe in seiner Herde dominieren, was sich nicht jede gefallen lässt. Bis November 2007 wurde Shaka noch auf der Außenanlage im direkten Kontakt gehalten. Im Haus händelte man ihm bereits in geschützeten Kontakt und trainierte im im Target. Aber als die Pfleger merkten, dass er auch auf der Außenanlage nicht mehr in direkten Kontakt gehändelt werden wollte, stellte man auch dort auf geschützen Kontakt um. Da er gut trainiert war, stellte dies keine Probleme da. Alles im allem ist er ein wirklich traumhafter Bulle. Nur in Sachen Fortpflanzung könnte Shaka langsam etwas aktiver werden.

   

Etosha wurde 1990 in Südafrika geboren. Ca. 2-jährig kam sie zusammen mit Saiwa und dem Bullen Shaka in den Zoo von Lissabon. Alle drei Tiere stammen aus einer Culling-Aktion*. Seit November 1996 lebt Etosha im Duisburger Zoo. Ihren Namen hat sie der Etosha-Pfanne / dem Etosha-Nationalpark nach erhalten. Etosha ist sehr gut an ihrer runzeligen Stirn, die ihr einen nachdenklichen Charakter verschafft, zu erkennen. Außerdem hat sie (momentan) die kürzesten Stoßzähne. Sie hat in der Herde nach der Leitkuh Daisy die 2. Stelle eingenommen. Etosha ist stressanfällig und manchmal etwas schreckhaft und ängstlich, vor allem Neuem gegenüber. Etosha behält erlerntes sehr gut und arbeitet beim Training gut mit. Jedoch hat sie ihren eigenen Willen. Am besten versteht Etosha sich mit Daisy, aber auch gut mit Shaka und Saiwa hat sie keine Probleme.

  

Saiwa wurde 1990 in Südafrika geboren. Ca. 2-jährig kam sie zusammen mit Etosha und dem Bullen Shaka in den Zoo von Lissabon. Alle drei Tiere stammen aus einer Culling-Aktion*. Seit November 1996 lebt Saiwa im Duisburger Zoo. Ihren Namen hat sie einem Fluss in Südafrika /dem Saiwa-Swamp-Nationalpark nach erhalten. In der Duisburger Herde ist Saiwa in der Rangfolge die letzte. Manchmal kommt sie mit Daisy nicht richtig klar. Sie geht aber Problemen aus dem Weg. So kann es vorkommen, dass Saiwa ihre Essensration mit dem Rüssel an eine andere Stelle bringt, um in Ruhe zu fressen. Sie steht öfter mal abseits der anderen. Geht dann aber zu den Pflegern, um sich ihre Streicheleinheiten abzuholen. Mit dem Bullen Shaka spielt sie gerne und oft. Saiwas Wesen kann man mit lieb, ruhig, zutraulich und anhänglich beschreiben.

  

Daisy wurde 1985 in Simbabwe. Am 7. Juli 2001 wurde sie von dem ehemaligen DDR-Zirkus Samel an den Duisburger Zoo verkauft. Samel hatte nach dem Mauerfall keine Möglichkeit eine Gefährtin für die damals alleingehaltene Daisy zu bekommen. Er hätte sie auch an einen anderen Zirkus verkaufen können, von dem er gut das Doppelte oder Dreifache für sie bekommen hätte. Er gab sie aber an den Duisburger Zoo, um ihr das Leben mit weiteren Elefanten zu ermöglichen. Daisy ist der einzige Duisburger Elefant, der noch eine vollständig behaarte Schwanzquaste hat. Außerdem ist sie an einer Liegestellen an der linken Schläfe und einem Abzess am linken Vorderbein zu erkennen. Diese wunden Stellen hatte sie schon zu ihrer Zirkus-Zeit, aber sie heilen sehr schlecht und sehr langsam. Nach dem Tod der alten Leitkuh Khari hat sie die Position der Leitkuh übernommen. Wenn Shaka jedoch zur Kuhherde kommt, ist sie verängstigt wenn dieser hektisch und wild wird. Wenn Shaka sich ruhig nähert, hat sie keine Angst. Daisy kann sich schlecht selber beschäftigen und webt sehrt stark. Da sie aber den Kontakt zum Menschen kennt, gehen erfahrene Pfleger mit ihr im Zoo spazieren. Sie geht sicher ohne Angst Unbekanntem, Neuem und Plötzlichem entgegen, sie ist nervenstark. Daisy ist 2,41 m groß und bringt 2,4 Tonnen, 200 kg mehr als Shaka, auf die Waage.

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Dzomba wurde ungefähr 1993 als wilder Elefant in Südafrika geboren. Im Jahre 1995 kam sie in den Rostocker Zoo. Dort lebte sie die ganze Zeit über - die letzten Jahre mit der 46-jährigen Sarah zusammen. Dzombas Umzug nach Duisburg ist ein Teil eines Ringtausches: im Zoo Nürnberg lebte die 41-jährige Yvonne alleine, ihre Gefährtin ist 2007 verstorben. Da Yvonne vom Alter her besser zu Sarah passt und man in Duisburg noch Platz hat und Dzomba im paarungsfähigem Alter so auch einen Bullen zur Seite hat, ging Dzomba nach Duisburg. Yvonne istl kurze Zeit später nach Rostock gekommen. Die in die Jahre gekommen und nun leerstehende Elefantenanlage in Nürnberg wird renoviert und vergrößert, um später wieder Elefanten halten zu können. Dzomba ist der Pumuckel unter den Elefanten. Ich habe noch nie einen afrikanischen Elefanten mit so vielen und vor allem rotem Haaren gesehen.

Dzombas Integration in die Gruppe und das Handling mit ihr erwiesen sich als nicht einfach. Daher wurde Dzomba am 15.09.2008 an den Safari Park Beekse Bergen abgegeben. Dort trifft sie auf 5 weitere Kühe und auf den Bullen Calimero, den größten Afrikaner in Europa. Die Elefanten in Beekse Bergen werden im geschützten Kontakt gehalten.

 

 Weitere Fotos der Elefanten aus dem Zoo Duisburg findet Ihr im Fotoalbum!

 

© Stephanie Wroben, 2006 - 2010 www.Elefanten-Fan.de