Die Kühe im Zoo Emmen   

Htoo Kin Aye
Die Elefantenkuh Htoo Kin Aye wurde am 01.04.1981 in Myanmar (Birma) geboren. Der Name Htoo Kin Aye bedeutet „Freundliche Dame. Htoo Kin Aye zog am 27.06.1988 zusammen mit 5 weiteren Elefanten in den Zoo von Emmen. Mittlerweile leben die Generationen „Oma, Mutter und Enkel“ im Zoo. Htoo Kin Aye gehört zu der ältesten Generation. Sie hat 6-mal Nachwuchs bekommen:
Kuh Mingalar Oo, geboren am 1. März 1992 - der erste in Emmen geborene Elefant, 
Bulle Ant Bwe Lay, geboren am 23.08.1994 (lebt nun in Pont Scorff, in Frankreich),
Kuh Ma Yay Yee, geboren am 2. Mai 1999,
Bulle Letsongmon, geboren am 6. Juni 2005

Kuh Swe Zin, geboren am 8. August 2007
Bulle Einga-Tha, geboren am 09.03.2010

Zwei Monate nach Htoo Kin Aye’s Geburt von Letsongmon, am 07.08.2005, brachte ihre Tochter Mingalar Oo ihr erstes Kalb zur Welt und machte somit Htoo Kin Aye zur Oma.
Htoo Kin Aye ist sehr schwer von ihrer Namensvetterin Htoo Yin Aye zu unterscheiden. In ihrem rechten Ohr hat sie am unteren Rand eine kleine Kerbe. Im Nacken hat sie einen hellen Fleck. Außerdem ist Kin knöchiger, ihre Wirbelsäule und ihre Beckenknochen sind gut zu erkennen. Hinzu kommt, dass "Die freundliche Dame" leicht an ihrem fehlenden Rüsselballen zu erkennen ist. Diesen hat sie bei einem Unfall vor ca. 12 Jahren verloren.

 

Htoo Yin Aye
Die Elefantenkuh Htoo Yin Aye wurde am 05.08.1981 in Myanmar (Birma) geboren. Ihr Name bedeutet „Hübsche Dame“. Seit dem 27.06.1988 lebt die hübsche Dame im Zoo von Emmen. Htoo Yin Aye ist etwas einzelgängerisch und hält sich oft etwas abseits der Herde auf. Sie hat ein fröhliches und tapferes Wesen. Allerdings hat sie einen eigenen Kopf und hört nicht immer, wenn sie soll. Htoo Yin Aye wurde bisher 3 mal Mutter: am 08.03.1998 brachte sie ihre Tochter Ma Palai zur Welt, am 05.09.2002 brachte sie ihren Sohn Than Myan zur Welt und am 25.02.2008 gebar sie das Bullkalb Ananda Yingthway.
Htoo Yin Aye hat einen kurzen, wenig behaarten Schwanz. Sie hat kleinere Ohren als Kin, der sie sehr ähnlich sieht. Ihre Ohren enden spitz, auf der linken Seite hat sie einen hellen Fleck in der Spitze

 

Mingalar Oo
Die Elefantenkuh Mingalar Oo ist der erste im Emmener Zoo geborene Elefant. Sie erblickte am 01.03.1992 das Licht der Welt. Ihre Mutter ist Htoo Kin Aye, ihr Vater Naing Thein. Mingalar Oo hat in der Herde mehrere Geburten miterleben können. So brachte sie auch selber am 07.08.2005 ihr erstes eigenes Kalb, einen kleinen Bullen namens Myo Set Kaung problemlos zur Welt. Ihr zweites Kalb, der kleine Yoe Ma, kam am 04.09.2008 zur Welt. Mingalar Oo ist eine vorbildliche Mutter und ihre Söhne entwickeln sich prächtig.
Mingalar Oo gehört zu den kleineren Kühen in Emmen. Sie hat einen hellen Rüsselansatz und einen hellen Hals mit einem "Hautfalten-Kranz".

 

Ma Palai
Die Elefantenkuh Ma Palai wurde am 08.03.1998 im Emmener Zoo geboren. Ihr Name bedeutet "Fräulein Perle". Ihre Eltern sind der Bulle Naing Thein und die Kuh Htoo Yin Aye. Sie ist der 7. Elefant, der im Emmener Zoo geboren wurde. Ma Palai ist eine sehr gute Tante und kümmert sich liebevoll um die Kleinen der Herde.
Ma Palai kann man gut an ihren Ohren erkennen: ihr rechtes Ohr hat eine glatte obere Kante, ihr linkes klappt oben nach vorne über.

 

Ma Yay Yee
Die Elefantenkuh Ma Yay Yee wurde am 02.05.1999 im Zoo von Emmen geboren. Ihre Mutter ist Htoo Kin Aye und ihr Vater der mittlerweile in Prag lebende Naing Thein. Der Name Ma Yay Yee bedeutet ungefähr „Fräulein des lächelnden Wassers“.
Am 23.05.09 brachte Ma Yay Yee ihr erstes Kalb zur Welr, den Bullen Ein She Min.
Ma Yay Yee hat einen Haltfalten-Kranz unterm Kinn.  Ihr rechtes Ohr klappt nach hinten, der obere Rand ist gerade. Ihr linkes Ohr klappt nach vorne. Sie hat eine helle Stirn und  kleine Stoßzähne. Ihr Schwanz reicht bis zu den Kniekehlen.

 

Swe Zin
Das Kuhkalb ist das zweit-jüngste Mitlied der Emmener Elefantenherde. Sie kam am 08.08.2007 zur Welt. Ihre Eltern sind der Bulle Radza und die Kuh Htoo Kin Aye. Ihr Name bedeutet "Fabelhaft". Swe Zin spielt gerne mit ihren Geschwistern, mehr aber mit den kleineren Yoe Ma, Ananda und Letsongmon. 
Swe Zin kann man gut an 2 kleinen Kerben in ihrem linken Ohr erkennen. Ihre Ohrränder klappen nach hinten.  

 

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Annabel
Die Elefantenkuh Annabel wurde im Jahre 1964 als wilder Elefant geboren. Seit dem 20.05.1966 lebte sie im Emmener Zoo und war somit die am längsten dort lebende Elefantin. Man erkannte sie sehr gut an ihrem hellen Rüssel und ihrer hellen Stirn. Man geht davon aus, dass das damals 2-jährige Kalb für einen Zirkus bestimmt war, da sie ein paar Kunststücke konnte, als sie in Emmen ankam. Im Zoo musste sie aber keine Kunststücke mehr machen, weil man ihr ein elefantengerechteres Leben gewähren wollte. Was allerdings nicht elefantengerecht war, war dass Annabel anfangs allein im Zoo lebte. Erst 1972 bekam sie dann Gesellschaft einer Afrikanerin namens Suzan. Aber das Zusammenleben war nicht harmonisch. Suzan war aggressiv und hat Annabel mehrere Male attackiert und sie dabei verletzt. Noch heute kann man an ihren Flanken Narben erkennen. Suzan wurde daraufhin wieder abgegeben und Annabel wurde abermals alleine gehalten. 1980 kaufte der Emmener Zoo die Elefantenkuh „Hella“ einem schwedischen Zirkus ab. Beide Elefantenkühe verstanden sich gut. 1987 kam eine weitere Elefantenkuh - „Zitta“ - aus dem Zoo Wassenaar, der geschlossen wurde, nach Emmen. Der Zoo entschied sich in dieser Zeit seine Elefantenanlage an anderer Stelle zu vergrößern. Man wollte Platz für ungefähr 15 Tiere schaffen. Der Bau ging schnell von statten und so zogen am 26.06.1988 sechs neue junge Elefanten zusammen mit den drei schon vorhandenen Elefanten in das neue Elefantenhaus. Im Oktober desselben Jahres kamen, nach einer Abgabe einer Elefantenkuh wegen Probleme bei der Eingliederung, 2 weitere Kühe. Eine davon, Yu Zin, ist Annabels beste Freundin geworden. Die beiden älteren Elefantenkühe Hella und Zitta fühlten sich in der jungen Herde nicht wohl und wurden an den Zoo von Budapest abgegeben. Annabel aber fühlte sich wohl. Außer den damaligen Bulle Naing Thein möchte sie nicht sonderlich, was auf Gegenseitigkeit beruhte. Als dieser größer und stärker wurde, wuchsen auch die Abneigungen zu einander. Er wollte Annabel nicht die Führung der Herde überlassen. Naing Thein bekam sein eigenes Reich. So konnten sich beide Elefanten aus dem Weg gehen. Alle anderen Kühen „besuchten“ den Bullen, nur Annabel nicht. 2003 verließ der Bulle Naing Thein den Emmener Zoo, da er schon für "genug" Nachwuchs gesorgt hat und es an der Zeit war, frisches Blut in die Herde zu bringen. Der Bulle Radza kam. Mit ihm verstand sich Annabel sehr gut. Er überließ Annabel die Führung der Emmener Herde. Annabel war die Matriachin, die von ihrer Freundin Yu Zin unterstützt wurde.
Annabel war einer der Emmener Elefanten, die sehr leicht zu erkennen war: sie hatte einen sehr hellen Rüssel und Hals. An den Seiten hatte sie Narben. Und wenn man direkt vor ihr stand, dann konnte man ihre eng anliegenden Ohren kaum sehen.

Am 01.03.2009 kam die traurige Nachricht, dass Annabel eingeschläfert werden musste. Am Nachmittag fiel Annabel in den U-förmigen Trockengraben, landete auf den Rücken und lag fest. Sie konnte aus eigener Kraft nicht wieder aufstehen. Sie soll bei kämpferischen Spielen zweier Jungbullen ins Straucheln gekommen sein und so das Gleichgewicht verloren haben. Die sofort herbei geeilten Zoomitarbeiter arbeiteten mit allen Kräften daran, Annabel wieder auf die Beine zu bringen, aber es gelang ihnen „nur“ Annabel in eine bessere Position zu bringen. Auch ein Kran und Luftkissen wurden eingesetzt. Mittlerweile aus dem Graben befreut, aber immer noch nicht wieder auf den Beinen, litt Annabel zu sehr unter einem Schock - sie wollte und konnte nicht mehr ausstehen. Auch die vom Tierarzt verabreichten Infusionen halfen nicht. Die Verantwortlichen entschieden sich in dieser aussichtslosen Situation schweren Herzens ihren Besucherliebling einzuschläfern.


 

Swe San Htay
Die Elefantenkuh Swe San Htay wurde am 28.11.1979 in Myanmar (Birma) geboren. Nach Emmen kam sie am 27.06.1988. Ihre Namen bedeutet: "Goldener Überfluss". Swe San Htay war sehr leicht zu erkennen: Sie hat zwei Tätowierungen auf ihrem Hinterteil: 2 Sterne versehen mit der Nummer 4907. Sie ist ein ehemaliger Arbeitsselefant. Bei Arbeitselefanten sind solche Tätowierung üblich, um sie in der Menge oder im Gelände besser wieder zu erkennen. Dann konnte man sie noch sehr gut an ihren krummen und steifen Vorderbeinen erkennen. Sie hatte eine sehr hohe Stirn und über ihrem rechten Auge eine tiefe Längsfalte. Sie war eine sehr sanfte Kuh, immer freundlich und kam sehr gut mit den anderen Elefanten aus. Am 08.02.1998 hat sie ihr erstes Kalb zur Welt gebracht. Einen kleinen Bullen mit dem Namen Maung Htoo. Seit 2003 lebt dieser in Sevilla. Am 23.05.2006 brachte sie ihr zweites Kalb auf die Welt, ebenfalls einen Sohn mit dem Namen Unt Bwe. Im Sommer 2008 erlitt Swe San Htay eine Fehlgeburt.
Am 17.02.2010 wurde sie tot in
der Elefantenhallte aufgefunden. Die Obduktion zeigte, dass Swe San Thay während der Geburt ihres 3 Kalbes zu Fall kam und sie sich das Becken gebrochen hat . Die Verletzungen und der Blutverlust verursachten einen Schock, woran sie schnell verstarb. Das ungeboren Kalb, männlich und ca. 130 kg schwer, verstarb ebenfalls.

 

 

 

Ich möchte hier auf die sehr intetessante Seite   http://www.olifantenhuis.com 
verweisen. Dort kann man weitere Infos zu den Emmener Elefanten finden. Aber auch alle anderen niederländischen Elefanten werden dort in Wort und Bild auf niederländisch und englisch vorgestellt!!!

 © Stephanie Wroben, 2006 - 2010 www.Elefanten-Fan.de

 

Yu Zin
Die Elefantenkuh Yu Zin wurde am 19.02.1979 in Myanmar (Birma) geboren. In den Zoo Emmen kam sie am 08.11.1988. Am 01.06.1992 brachte sie ihr erstes Kalb zur Welt, einen kleinen Bullen namens Bo Gyi. Der Kleine fiel ca. 1-jährig in den Graben und brach sich ein Bein und wahrscheinlich auch den Rücken. Infolge dessen und einiger Komplikationen musste er am 07.07.1993 eingeschläfert werden. Am 09.11.1997 gebar Yu Zin zum zweiten Mal, wiederum einen kleinen Bullen. Dieser wurde Aung Naing Lay getauft. Am 25.04.2002 zog Aung Naing Lwin in den Zoo von Kharkov (Ukraine). Dort lebt er mit einer gleichaltrigen Kuh zusammen.
Am 27.05.2002 bekam sie ihr drittes Kalb, auch dieses Mal einen Sohn, der Kan Kaung getauft wurde.
Yu Zin ist eine große, starke und hoch gewachsene Kuh. Sie ist etwas mürrisch. Zu erkennen ist Yu Zin an ihrem sehr langen Schwanz. Ihre Quaste hat halbseitig viele lange Haare. Ihr linkes Ohr weist eine kleine wellenförmige Kerbe auf. Ihr Rüsselansatz sowie ihre unteren Ohrränder sind depigmentiert.
Nach Annabels Tod versuchte Yu Zin, die Position der Matriachin zu übernehmen. Sie wurde aber von den anderen Elefanten nicht als Leitkuh respektiert. Diese Ablehnung schlug Yu Zin stark auf´s Gemüt: sie war ruhelos und nervös – an ein harmonisches Zusammenleben in der Herde war nicht mehr zu denken. Damit Yu Zin sich in Zukunft wieder wohler in ihrer Elefantenhaut fühlt, hat der Zoo Emmen ihr nun ein neues Zuhause im britischen Zoo Woburn gesucht" *. Dort lebt sie seit dem 24.03.2010 mit 2 jüngeren Kühen und einem jüngeren Bullen zusammen.