Tierpark Hagenbeck


(Foto von Mark, mit freundlicher Genehmigung des Tierpark Hagenbecks)

Als 1948 dem Fischhändler Gottfried Clas Carl Hagenbeck 6 Seehunde als Beifang mitgeliefert wurden, stellte er sie kurzerhand in Hamburg St. Pauli in 2 Bottichen aus. Die Geschichte des Tierpark Hagenbecks hatte dort, vor 160 Jahren, seinen Ursprung.
Später betrieb Gottfried Clas Carl Hagenbeck ein kleines Tierhandelsgeschäft am Spielbudenplatz. Aus dem Fischhändler ist ein Tierhändler geworden. 1866 übernahm sein Sohn – Carl Hagenbeck – das Geschäft und baute es zum größten Tierhandelshaus der Welt, dem „Hagenbeck´schen Thierpark“, aus. Nicht nur Tiere wurden ausgestellt, auch Völkerschauen wurden geboten.
1887 gründet Carl Hagenbeck einen Zirkus und trat mit seiner Löwengruppe 1892 nach der zahmen Dressur sogar im Pariser Nouveau Cirque auf. Carl Hagenbeck erwarb 1896 das Patent für einen „Tierpark ohne Gitter“. Anstelle von Gittern sollten die Tiere nur noch durch Gräben von den Besuchern getrennt sein. 1907 könnte dieses Patent in seinem Tierpark in Stellingen umgesetzt werden. Mit seinen bis dahin einzigartigen gitterlosen Tieranlagen hat er Zoogeschichte geschrieben. Diese Art der Tierschau war damals die erste der Welt, revolutionär und bis heute wegweisend.
Die Söhne Heinrich und Lorenz  führten das Lebenswerk ihres Vaters, der 1913 verstarb, weiter.
1916 gründete Lorenz den neuen „Circus Carl Hagenbeck“. Dieser Zirkus tourte fast durch die ganze Welt und macht den Namen der Familie überall bekannt.
Im zweiten Weltkrieg wurde der Tierpark Hagenbeck komplett zerstört. Neun Zoomitarbeiter und zahllose Tiere starben. Mit großem finanziellen Engagement baute die Familie Hagenbeck 1943 den Tierpark, größer und mit mehr Platz für ihre Tiere, wieder auf. Hagenbeck’s Elefanten halfen dabei, die Trümmer wegzuräumen, die die Bomben hinterlassen hatten. Nicht nur im Zoo, auch in der Innenstadt haben 2 Elefanten bei der Trümmerbeseitigung geholfen.
1947 lässt die britische Besatzungsmacht zahlreiche Tiere als Zwangsleihgabe für den Londoner Zoo verschiffen.
Der wohl bekannteste Zoobewohner Hagenbecks war Antje, das Walross. Antje war eigentlich ein Männchen, lange Jahre Maskottchen des NDR’s und ist im Juli 2003 27-jährig verstorben.
Im selben Jahr fand auch die erste Geburt eines Elefantenkalbes in Hagenbeck innerhalb der Gruppe statt.

  
(Foto mit freundlicher Genehmigung des Tierpark Hagenbecks)

Den Tierpark Hagenbeck haben wir bisher 2 mal besucht. Der erste Ausflug nach Hamburg war Anfang Juni 2005 und eine gelungene Überraschung meines Freundes!!!
Ich habe ihm immer erzählt, dass ich iiiirgendwann mal nach Hamburg möchte. Dort würde die größte Elelfanten-Gruppe Deuschlands leben ( damals - jetzt allerdings nicht mehr. Seit September 2006 beherbergt der Kölner Elefantenpark die größte Herde mit 13 Tieren; 10 Kühe und 3 Bullen. Außerdem hat Hagenbeck die Kuh Jenny nach Heidelberg abgegeben, die Kuh Saida nach Leipzig und ihre Tochter Salvana ist an Leipzig ausgeliehen und kommt zurück, wenn sie trächtig ist).Ich war freitags abends mit einer Freundin Cocktails schlürfen und bin erst spät ins Bett bekommen. Samstags morgens kurz vor 6 Uhr klingelte mein Freund mich aus dem Bett, ich hätte 15 Minuten Zeit. Ich: hä??? Er würde nach Hamburg fahren, egal ob ich fertig wäre oder nicht. Natürlich war ich fertig und natürlich wäre er nicht alleine gefahren...
Für die Verpflegung (Kaffee, Brötchen, was zum Knabbern) hat er auch schon gesorgt, so konnte ich wieder richtig fit für "meine" Elefanten im Tierpark Hagenbeck werden....

 
(Fotos mit freundlicher Genehmigung des Tierpark Hagenbecks)

In HH kann man Elefanten füttern. Gegen eine kleine Spende bekommt man eine Tüte mit Obst und Gemüse. Ich glaube ich habe ca. 15 Tüten verfüttert, während mein Freund ebenfalls gefüttert hat oder aber mit einer Engels-Geduld die wieder zu Kind gewordene Steffy von einer Bank aus kaffeeschlürfend beobachtet hat....
Der Tierpark Hagenbeck hat sich etwas Großes vorgenommen: den Bau einer 1,6 Millionen Euro teuren Elefantenfreilaufhalle, am 03.11.2006 von der Herde bezogen.

 
(Foto mit freundlicher Genehmigung des Tierpark Hagenbecks)

Der Tierpark Hagenbeck baute die Halle, um den Aufbau einer naturgemäßen Herdenstruktur und die erfolgreichen Geburten, die in der Gruppe stattfinden, fortzusetzen und auszubauen. Ziel ist eine harmonische Herde, die sich in der Halle frei bewegt. Bisher wurden die Elefanten in HH nachts angekettet, in der Halle ist dies nun nicht mehr der Fall sein. Die Halle hat außerdem einen rauen Naturboden, der die Fußnägel auf natürliche Weise abnutzen soll und für der den Bewegungsapparat der Dickhäuter besser geeignet ist. Ein großzügiger Wassergraben dient als Abgrenzung für die Besuchern und soll den Elefanten viel Spaß im kühlen Nass bringen.
Die Boxen bleiben aber bestehen, um mit einzelnen Tieren zu arbeiten und sie medizinisch betreuen zu können. 


(Foto mit freundlicher Genehmigung des Tierpark Hagenbecks)

In dieser neuen Elefantenhalle hat die Elefantenkuh Lai Sinh am Morgen des 11.04.2007 ein gesundes Mädchen zur Welt gebracht - Shila. Ihr erstes Kalb hat leider nicht überlebt. Vater des Kalbes ist der Hamburger Jung Hussein, der mit 11 Zeugungen zu Deutschlands besten Zuchtbullen gehört. 
 

 
(Foto mit freundlicher Genehmigund des Tierpark Hagenbecks)

Das zweite Mal waren wir am 13.02.2008 dort. Leider haben wir keinen besonders guten Tag ausgesucht, da nur Mala und Hussein draußen waren. Die anderen Elefanten waren den Tag über in der neuen Elefantenhalle. Es war aber toll die Elefanten dort beobachten zu können. Dieses Mal ist es uns auch gelungen die Elefanten auseinander halten zu können.
 
 
In Hamburg leben:      
die Bullen:

Shahruk, geb. 21.11.2008
Shanti, geb. 06.05.2008  

 und die Kühe


(Foto mit freundlicher Genehmigung des Tierpark Hagenbecks)

Shandra, geb. 1966
Mogli, geb. 1967
Thura, geb. 1974
Yashoda, geb. 1979
Lai-Sinh, geb. 1990

Salvana, geb. 01.07.1996
Kandy, geb. 05.2003
Shila, geb. 11.04.2007
Rani, geb.04.07.2009

 

Hier gibt es mehr Infos
zu den Hamburger Elefanten

 

Der Hamburger Tierpark erfreut sich regelmäßig über Nachwuchs:

  • Elefantendame Yashoda hat am 21.11.2008 am Tage in der Freilaufhalle ihr viertes Kalb, einen kleinen Bullen zur Welt gebracht. Der hat am Abend des 26.11.2008 in einer TV-Show einen Namenbekommen: Shahruk. Das TV und der Tierpark Hagenbeck haben aufgerufen Namensvorschläge einzureichen, Der Name sollte indisch / asiatisch sein. Unter über 1200 Einsendungen hat sich der Direktor für diesen Namen entschieden. 
  • Thura brachte am am 04.07.2009 die kleine Rani zur Welt.
  • Im Frühjahr 2012 erwartete der Tierpark gleich 2 mal Nachwuchs. Lai Sinh erwartet ihr 3. Kalb und Indra erwartete ihr erstes Rüsselchen. Indra wurde im Zoo Leipzig von Bullen Naing Thein gedeckt. Sie kam 2006 zusammen mit ihrer Mutter Saida nach Leipzig. Während Indra zur "Hochzeitsreise" in Leipzig war, bleibt ihre Mutter ganz in Leipzig. Ich hatte gehofft, dass nach all der langen Zeit, der Tierpark sich nicht mehr dazu entschieden würde Mütter und Töchter - gegen die Natur - zu trennen.
    Am 13.04.2012 brachte Lai Sinh ein Bullkalb zur Welt. Er wurde auf den Namen Assam getauft.
    Am 21.04.2012 brachte Salvana nach einer 50-stündigen (!!!) Geburt ihre Tochter tot zur Welt.

     

Ende Juni 2010 wurde der Bulle Thai, der am 26.11.2012 in Hagenbeck geboren wurde, nach Heidelberg abgegeben. Er ist dort einer der Bewohner der ersten Bullen-WG Deutschlands.
Im Februar 2012 traf der hannoveraner Jungbulle Shanti in Hamburg ein. Zusammen mit Sharuk soll er ein Junggesellen-Duo bilden. Wenn beide sich aneinander gewöhnt haben, ziehen sie in den Zoo Katowice, Polen.

Am 15.06.2012 sollte der Bulle Hussein in den belgische Zoo Planckendael umziehen, um Inzucht mit seinen Töchtern zu vermeiden. Bei der Verladung legte sich Hussein plötzlich ab und schien an Atemnot zu leiden. Die anwesenden Tierärzte versuchten nich ihr Mögliches, aber leider verstarb Hussien.

Anfang Juli 2012 gab der Tierpark dann auch Husseins langjährige Gefährtin Mala ab deb belgischen Zoo Pairi Daiza ab. Eine ergesellschaftung mit den anderen Kühen gelang auf Grund von Mala dominantem Wesen nicht. Das Zusammenleben mit Hussein hingegen klappte.
Als fest stand, dass Hussein den Tierpark verlassen sollte, um in einen anderen Zoo für Nachwuchs zu sorgen, bemühte man sich auch um einen anderen Zoo für Mala.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

© Stephanie Wroben, 2006 - 2012 www.Elefanten-Fan.de