Thi Ha Phyu und Kreeblamduan 

 

 Thi Ha Phyu

Thi Ha Phyu wurde im Mai 1980 in Myanmar geboren und wuchs in einem Elefantencamp auf. Ihr Name bedeutet "Weiße Prinzessin". Ihr Vater ist ein wildlebender Bulle, ihre Mutter ein Arbeitselefant. Am 08. November 1988 kam Thi Ha Phyu in den Zoo von Emmen. Dort brachte sie am 23. Dezember 1997 ihren Sohn Tsje Pyan zur Welt, der mittlerweile in Sevilla lebt. Am 03. März 2002 gebar sie ihren zweiten Sohn Aung Si, der seit April 2007 ebenfalls in Sevilla lebt. Zusammen mit Aung Si zog Thi Ha Phyu am 02. August 2004 in den neu eröffneten Elefantenparks in Köln und gehörte somit zu den ersten Bewohnern. Sie ist ein großer Elefant, der am knochigen Körperbau und an 2 Tätowierungen an beiden Hinterseiten zu erkennen ist. Thi Ha Phyu leidet an Arthrose, daher sind ihre Vorderbeine steif und krumm. Sie ist die Leitkuh der Kölner Elefantenherde. Selbst nachdem 5 Elefantenkühe aus Thailand zur Herde kamen, hat sie den Kampf mit deren Leitkuh gewonnen und ist alte und neue Kölner Matriachin. Thi Ha Phyu hat am 09.05.2007 ihr drittes Kalb zur Welt gebracht. Vater ist der Bulle Bindu. Der neuste Nachwuchs ist ein Mädchen und hat den Namen "Maha Kumari" gekommen. Der Name bedeutet Große Prinzessin.
 
Thi und ihr Liebling Bindu

  

 

Kreeblamduan 

Die asiatische Elefantenkuh Kreeblamduan wurde 1984 in Thailand geboren und lebte dort in einem Elefantencamp. Ihr Name bedeutet Blütenblatt. Am 16.09.2006 kam Kreeblamduan zusammen mit vier weiteren Kühen aus dem „Ayutthaya Elephant Palace & Royal Kraal“ aus Bangkok nach Köln. In ihrer alten Herde war sie die Leitkuh. Nach der Zusammenführung aller Elefanten in Köln entfachte ein Kampf um die Position der Leitkuh der neu gebildeten Herde. Kreeblamduan gab nach einen Tagen der Kämpfe mit Thi Ha Phuy auf und nimmt mit der 2 Position in der Rangordnung vorlieb.

Marlars Glück und vielleicht auch Lebesretterin nach Mama Khaing Lwin Htoos Tod: ihre super Ersatzmama-Tante Kreeblamduan

Kreeblamduan ist ein großes, schlankes Tier: Zuerkennen ist sie ansonsten an der fehlenden Pigmentierung hinter den Augen und an den Ohrrändern: Kreeblamduan hat einen langen Schwanz mit einer dicken, vollständigen Quaste. Es bestehen berechtigte Vermutungen, dass Kreeblamduan trächtig ist. In Thailand hat man einen Deckakt beobachten können. Danach kam sie nicht wieder in ihren normalen Zyklus. Nach dem Tod von Khain Lwin Htoo, der Mutter des bisher ersten Kölner Elefantenkalbes Marlar, hat sie wie in der Natur üblich die Versorgung des kleinen Elefanten übernommen. Kreeblamduan und drei weitere Kühe sorgen sich sehr rührend um Marlar. Sie lässt Marlar sogar bei sich saugen und hebt ein Bein, damit Marlar besser an ihre Zitze kommt. Ob Kreeblamduan schon Milch produziert, ist nicht sicher. Sicher ist aber, dass beide diese Nähe genießen und das Saugen eine beruhigende Wirkung auf Marlar hat.

 

Kreeblamduan und Thi Ha Phyu waren in ihren Herden jeweils die Matriachin, Leitkuh. Als man beide Herden zusammenbrachte, entfachte ein Kampf um die Position der Leitkuh, der nun neu formatierten Herden. Es ging einige Tag heiß her im Kölner Elefantenpark, keine der beiden Leitkühe wollte ihre Position abgeben.

Aber es kam dann doch schnell zu einer Entscheidung: Thi ist alte und neue Matriachin und in die Herde ist Ruhe eingekehrt.

Für das Waisenkind Marlar ist die neue Herdenstruktur von Vorteil. Ohne die Thais hätte Marlar den Verlust ihrer Mutter nicht so gut überstanden.

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© Stephanie Wroben, 2006 - 2009 www.Elefanten-Fan.de