Zoo Krefeld

 

Von 1877 - 1914 konnten die Krefelder Bürger bereits in  "Tierschauen" Tiere sehen. Der Zoo Krefeld entstand 1938 auf dem Grundstück des Grotenburgschlösschens
als städtischer Tierpark aus diesen "Tierschauen". In den 1960er und 1970er Jahren wurde aus dem Tierpark ein Zoo, der heute eine Fläche von 13 Hektar und  einen Tierbestand von ca. 1300 Tieren aus 225 verschiedenen Arten hat.

Der Krefelder Zoo beherbergte bisher 9 Elefanten: 3 Afrikaner und 6 Asiaten.

  • 1971 kamen die ersten beiden Elefantenkühe – Rhena und Mumptas Mahal –, die auch die heutigen Bewohner der Elefantenanlage sind.
  • 1977 kamen zwei Afrikanerinnen: Sanga / Samba (verstarb nach einem Beinbruch) und Duala (wurde nach Kairo weiter exportiert).
  • 1979 kam eine weitere Afrikanerin (verstarb wenig später an Wurmbefall).
  • 1980 kam die Asiatin Yheetoo, die bis Januar 2009 in Krefeld lebte und wegen Mobbings nach Belfast abgegeben wurde.
  • 1983 ging Mumptas Mahal auf „Hochzeitsreise“ nach Rotterdam. Sie kehrte tragend zurück nach Krefeld und brachte am 12.04.1985 ihr Kalb zur Welt, das sie aber direkt nach der Geburt tötete.
  • 1985/1986 lebte  das asiatische Elefantenkalb Berhardine zu Dressurzwecken ein halbes Jahr in Krefeld.
  • 1992 nahm der Krefelder Zoo die asiatische Zirkus-Elefantin Zita auf. Sie verstarb 1998.

Der Zoo Krefeld war der letzte Zoo in der "näheren" Umgebung, den ich noch nicht besucht habe. Am 08.07.2007 war es zum ersten Mal soweit.
Die Elefantenhaltung hat mich nicht begeistert.

 
so war's einmal...

Die damals dort lebenden Elefantinnen Rhena, Mumptas Mahal und Yhetoo wurden im Direkten Kontakt gehalten, es gab 2 mal am Tag eine Vorführung, in denen sie Zirkus-Mätzchen zeigen mussten. Die Anlage (970 qm) war trist und kein Beschäftigungsmaterial vorhanden. Die Gegebenheiten im Haus (70 qm) führten dazu, dass die Tiere nachts angekettet werden mussten: d. h. vom Einsperren am Nachmittag / frühen Abend bis zum nächsten Morgen.

 
So sieht das Haus jetzt aus...

Nach der Abgabe von Yhetoo konnten die Bedingungen für Rhena und Mumptas verbessert werden. Das Haus wurde soweit umgebaut, dass 2 Boxen entstanden. Durch  eine Mauer und Toren besteht die Möglichkeit die Boxen miteinander zu verbinden und so ein Durchlauf entstehen zu lassen. Im Januar 2010 wurden die beiden Grauen Riesen zum letzten Mal angekettet.

  

Seit November 2010 werden die Elefanten im Geschützten Kontakt gehalten. Gleichzeitig begann man die Außenanlage, im Rahmen des Möglichen, aufzuwerten. Den Tieren wird nun regelmäßig große Menge an Ästen geboten, Sandhaufen werden aufgeschüttet und man installierte Gummiseile mit Bällen.

Im Februar 2012 besuchte ich den Zoo erneut, um mir die Neuerungen anzusehen. 

 

Rhena wurde  von der Brauerein Rhenania gestiftet, daher auch ihr Name. Sie wurde 1970 in Assam geboren und lebt seit dem 31.08.1971 in Krefeld. Rhena ist gut an ihren Depigmentierungen am Hals, an den Ohren, im Gesicht und am Rüsselansatz zu erkennen. Außerdem hat sie eine Geschwulst am linken Vorderbein. Rhenas Vertraute ist Mumptas Mahal. 

 

Mumptas Mahal, die "Schöne Prinzessin" wurde 1970 in Assam geboren und ist seit dem 31.08.71 in Krefeld. 1983 war Mumptas Mahal auf Hochzeitsreise im Zoo Rotterdam. Dort wurde sie vom Bullen Ramon gedeckt. 1985 tötete sie das Kalb jedoch kurz nach der Geburt. Mumptas ist gut an ihren vielen Haaren auf dem Rücken zu erkennen. Außerdem hat sie ein helleres Gesicht als Ihre Freundin ist Rhena.

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Yheetoo, lebte von 1980 bis zum 21.02.2009 in Krefeld."Die Mutige", wie ihr Name übersetzt heißt, wurde 1977 in Burma geboren. Auch Yheetoo war auf Hochzeitsreise: von April 1994 bis April 1995 im Zoo Hannover. Jedoch klappte es mit dem Deckakt nicht und sie kam nichttragend zurück nach Krefeld. Yheetoo war die kleinste der 3 "Tanten", hat ebenfalls auffällige Depigmentierungen an Ohren, Hals und Rüsselansatz. Sie war als junger Elefant in einem Elefantencamp und wurde dort auf schwere Arbeit im Wald vorbereitet . Aus dieser Elefantencamp-Zeit hat sie Tatowierung in Form zweier Sterne auf den "Pobacken" erhalten. Dies ist in Elefantencamps üblich, um die Tiere aus der Ferne auseinander halten zu können.  

In Belfast hat sie sich sehr gut eingelebt und genießt die neu erworbene Ruhe ohne Mobbing.


(© Foto Zoo Belfast, vielen Dank für die Überlassung)

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