Oasispark La Lajita

Den bisher am weitesten entfernten Tierpark, den Oasispark La Lajita auf Fuerteventura, der im Süden der Insel liegt, habe ich nun schon zwei Mal besucht. Das erste Mal war ich am 09.04.2008 dort und das zweite Mal am 18.11.2009 dort.

Auf einer Fläche von mehr als 780.000 m² werden über 250 verschiedene Tierarten aus allen Teilen der Welt gezeigt. Im botanischen Teil des Parks kann man über 28.000 Kakteen aus 2.300 verschiedenen Arten, teils mehr als 6m hoch, sowie über 8.000 Palmen aus 80 verschiedenen Arten bestaunen. 1984 wurde der Tierparkteil gegründet, nachdem immer häufiger Touristen auf den Kamelen, die in der Baumschule eingesetzt wurden, reiten wollten. Dieses gestattete man, gab dann noch zusätzlich Möglichkeiten zum Picknick, daraufhin wurden die ersten Vögel ausgestellt und seit dem wächst der Park Jahr für Jahr.
Eine der neuesten Attraktionen ist die Anlage afrikanischer Elefanten.
Bei unserem ersten Besuch war diese noch im Bau und wurde Ende 2008 für die Besucher eröffnet.

Auf Fuerteventura leben der Zeit 3 Elefanten:

der Jungbulle

Noah, geb. 25.05.2005 in Ramat Gan

und die Kühe

Diuna, geb. 1983 in Simbabwe und
Mouse, geb. 1983 in Simbabwe


(Foto: Oasispark La Lajita: Mousi, Noah und Diuna)

Seit dem 20.12.2007 lebt die ehemalige Hodenhagener Afrikanerkuh Düna / Mduena im Oasispark La Lajita. Im Spanischen wird sie nun Diuna - "Di-Una" genannt, da die Spanier keine Umlaute kennen. Hodenhagen musste Diuna abgeben, weil sie immer dominanter gegenüber den anderen Elefanten aber auch den Pflegern wurde.
Diuna wurde ca. 1983 in Simbabwe geboren. Im Jahre 1985 kam sie in den Tierpark Hodenhagen. Im Oasispark wird sie nun im „protect Contact“ gehalten.

 

 
(Foto: Oasispark La Lajita: Diuna, Mousi, Noah)

Der Oasispark wollte anfangs weitere Kühe und auch einen Bullen aufnehmen. Die Kühe sollten jünger als Diuna sein und sich ihr unterordnen. Die Bemühungen weitere Kühe zu erhalten schlugen aber fehl. Die Suche ging lange Zeit weiter. Aber im Oktober 2010 war es dann endlich soweit; Diuna bekam endliche Gesellschaft. Der 5-jährige Noah kam aus Sosto nach Hodenhagen. Dort sollte er sich einige Zeit an Mousi gewöhnen. Diese war nach Diunas Weggang immer wieder ausschlaggebend für Rangordnungskämpfe. Um Ruhe in die Gruppe zu bekommen, sollte sie Hodenhagen verlassen. Nach einer Woche Transport über Land und übers Meer kamen Noah und Mousi im Oasispark an. Die Wiedersehensfreude zwischen Diuna und Mousi war groß; so lebten sie ja bereits 15 Jahre in Hodenhagen zusammen. Nachdem Noah sich an beide Kühe gewöhnen konnte, wurden sie dann auch zusammen gelassen. Die Zusammenführung funktionierte zur Großen Freude des Oasisparks sehr schnell und sehr gut.


(Foto: Oasispark La Lajita: Noah und Diuna)

Der Jungbulle Noah wurde am 25.05.2005 im Zoo von Ramat Gan geboren. Seine Eltern sind der beeindruckenden Bulle Yossi und die Kuh Norris. Im Dezember 2009 kam er zusammen mit seinem Bruder Boten in den ungarischen Zoo Sosto. Dort sollten beide dem verwaisen Jumaane Gesellschaft leisten. Boten ist weiterhin in Sosto.
Mousi wurde 1983 als wilder Elefant in Simbabwe geboren. 1985 kam sie nach Hodenhagen, wo sie wie gesagt mit Diuna zusammen lebte.

 

 

 

Die Elefantenanlage ist 10.500 qm groß. Das Haus hat 9 Boxen. Die beiden Äußeren sind ca. 84 qm groß, die anderen ca. 44. Eine äußere Box bewohnt Duina noch zurzeit. Die andere wird als Futtermittellager benutzt. Die Außenanlage hat einen kleineren Bereich für Bullen und einen weiteren größeren Bereich. Es gibt Scheuermöglichkeiten, in jedem Bereich je ein Badebecken, Top-Feeder, mehrere Schattenspender, auf der großen Anlage zusätzlich eine Lehmsuhle. Der Boden besteht hauptsächlich aus Sand. Besucher haben von einem Haus aus die Möglichkeit die Anlage einzusehen. Wir hatten jeweils das Glück gehabt und bekamen eine Sondergenehmigung für eine Besichtigung der Anlage und des Hauses.

Speziell der Besuch im November 2009 hat uns beeindruckt. Wir konnten den Pflegern bei ihrer allmorgendlichen Arbeit zusehen; wie Diuna ihr erstes Frühstück bekam, wie sie abgeduscht wurde und dann im Schweinsgalopp auf die Anlage zu ihrem zweiten Frühstück eilte. Duina ist sehr imposant. Vorher haben wir noch nie eine so große Afrikanerin gesehen. Sie hat sich trotz der damals fehlender Gesellschaft sehr gut in ihrer neuen Heimat eingelebt, kommt sehr gut mit ihren beiden neuen Pflegern klar und hat einen fitten und munteren Eindruck auf uns gemacht. Es freut uns sehr, dass Dieser Park hat uns bisher mit am besten gefallen. Die Anlagen sowie der botanische Teil waren einfach atemberaubend. Diesen Park muss man einfach während eines Fuerte-Urlaubs besuchen!!! Da wir bestimmt nicht zum letzten Mal auf Fuerte waren, werden wir diesem Park wieder besuchen.

Und  hier geht's zur Homepage des Parks:

 

  Weitere Fotos der Elefanten aus dem Oasispark findet Ihr im Fotoalbum!

 

Ich danke dem Oasispark für die Aufgeschlossenheit und Kooperationsbereitschaft gegenüber Elefanten-Fan.de!!!

 © Stephanie Wroben, 2006 - 2010