Mapalay

Mapalay ist ca. 1953 / 1954 geboren und war ein Wildfang. Sie wurde eingefangen und vom Tierhändler Ruhe importiert, der sie an einen Zirkus ausgeliehen hat. Dort war sie gelehrig aber auch "unzuverlässig", was ein Zirkuselefant nicht sein darf, weil sie eine Gefahr darstellte. Daher gab die Fa. Ruhe Mapalay 1966 in ihren Zoo in Hannover, in dem ihre Gelsenkirchener Gefährtin Birma zeitweise auch schon untergestellt war. Jedoch lebten sie dort nie zusammen.  

 
(Mapalay im Oktober 1987 im Ruhr Zoo, Foto Von M. Mettler)

Am 10.11.1968 brachte Mapalay ihr erstes Kalb zur Welt, das sie jedoch aus Unerfahrenheit sofort nach der Geburt "zertrampelte".
Am 06.12.1970 bekam Mapalay ihr zweites Kalb, ein kleinen Bullen, der “Ramon” getauft wurde. Bereits 1-jährig kam Ramon am 19.12.1971 in den Zoo von Rotterdam und entwickelte sich dort zu einem erfolgreichen Zuchtbullen. 

 
(Mapalay im Ruhr Zoo im Oktober 1997, ein halbes Jahr vor ihrem Tod, Foto M. Mettler) 

Weil Mapalay sich innerhalb der Gruppe in Hannover nicht unterordnen wollte und für Unruhe sorgte, gab die Fa. Ruhe sie am 03.11.1971 - zum dritten Mal trächtig - an den Ruhr Zoo Gelsenkirchen ab, der ebenfalls der Fa. Ruhe gehörte. Dort hat sie am 28.06.1973 ihre Tochter Suma (Rani) zur Welt brachte. 1974 kam Suma in den Zirkus Althoff, in dem sie 1975 aus mir unbekannten Gründen verstarb.


(Foto aus der Familiensammlung von J. Nitze; Auf dem Foto, das Anfang der 70'ger Jahre
gemacht wurde, sieht man 2 Kühe und 1 Kalb.
Es könnte sich um Birma, Mapalay und ihre dort geborene Tochter Suma (Rani) handeln.) 

Mapalays Sohn Ramon zeugte 9 Kälber, von denen heute noch 5 leben:
Bernhardine und Yasmin: ehemals Rotterdam jetzt in Dublin
- Bernhardine hat am 09.05.2007 ein Kuhkalb zur Welt gebracht;
- Yasmin hat am 17.02.2008 ein Bullkalb zur Welt gebracht,
Indra: in Amersfoort.
Maxim: in Seville und
Timber: im Zoo Rotterdam.

Ramon starb am 24.04.1998 in Rotterdam an Gehirnblutungen, die nach einem Deckakt einsetzten. 6 Tage später,
am 30.04.1998, verstarb Mapalay in Gelsenkirchen während einer Fuß-OP in der Narkose.

Die Gründe für Mapalays lebenslangen Widerstand gegen die menschliche dominierende Hand liegen meiner Meinung nach in ihren jungen Zirkusjahren, in denen sie gebrochen wurde. Ein "nicht einfacher" Elefant ist nicht böse, sondern hat es nur nicht zugelassen, aus einem Wildtier ein domestiziertes Haustier zu machen. Und genau das, macht sie mir symphatisch....  

 

© Stephanie Wroben, 2006 - 2011 www.Elefanten-Fan.de