Dierenjik in Mierlo

 

„Dierenjik“ ist ein Zoo in der Nähe von Eindhoven. Der Zoo befindet sich auf einer ehemalige Deponie in Mierlo. Eröffnete wurde der Zoo am 04. Mai 2004, noch unter dem Namen "Dierenjik Europa". Im ersten Jahr des Zoos war das zentrale Thema Europa: man hielt ausschließlich Tiere, die in Europa heimisch sind. Nachdem man aber auch Elefanten, Kragenbären, Gibbons, Polarfüchse und Kamele aufnahm, alles Tierarten, die außerhalb von Europas vorkommen, hat man den Namen in „Dierenjik“ (Tierreich) geändert.

Der Zoo hat eine Größe von ca. 16 Hektar groß und ist in sieben Themenbereiche aufgeteilt: Kulturlandschaft, Wald, Alpin, der Hohe Norden, Strand & Meer, Sumpf,  südlicher Mittelmeerraum. Bei der Eröffnung zeigte der Zoo 300 Tiere. Inzwischen gibt es über 60 verschiedene Tierarten.

Der Dierenjik hält eine Jungbullengruppe:

Kan Kaung, geb. 27.05.2002 in Emmen
Than Myan, geb. 05.09.2002 in Emmen und
Sibu, geb. geb, 21.02.2004 in Rotterdam

Infos zu den Elefanten in Mierlo

 

Der komplette Bereich für die Elefanten ist ca. 2 ha groß. Es gibt ein einfaches Haus mit 3 Boxen. Vorgelagert gibt esVorgehege sowie eine Trainingswand. Das Haus kann von Besuchern betreten werden. Unten kann man in den Pflegergang einsehen und eine Etage höher hat man Einsicht in die Boxen.
Der Boxenboden besteht zur Hälfte aus Beton und zur anderen Hälfte aus Sand. Da diese Sandbereich kein Fundament haben, kann Wasser gut ablaufen. Außerdem liegt Beschäftigungsmaterial, wie z. B: ein Ball oder Holsstämme/-wurzel bereit.

Die Außenanlage besteht aus 2 Bereichen mit jeweils einem Badeteich. Bei Unverträglichkeit kann man durch Installation von Schaukelseilen daraus 2 separate Bereiche machen. Da sich aber die 3 Bullen sehr gut verstehen, ist dies bisher nicht nötig gewesen.
Etwas enttäuscht war ich anfangs von nicht vorhandenem Beschäftigungsmaterial. Aber der Pfleger erzählte später, dass größere Dinge immer im Graben landen und kleine Dinge, wie Äste, dazu benutzt würden si gegen die Fensterscheiben des Hauses zu werfen. Man wäre dabei sich neue Ideen einfallen zu lassen.
Ich hatte allerdings nicht das Gefühl, dass die 3 Langeweile hatten. Ganz im Gegenteil. Sie haben sich die ganze Zeit über miteinander beschäftigt. Tolle Szenen konnte man dabei beobachten. Bei meinem Besuch waren überwiegend die beiden Halbbrüder Kan Kaung und Than Myan damit beschäftigt ihre Kräfte spielerisch zu messen.

Einmal täglich findest ein öffentliches Training statt. Besucher können auf einer Tribüne Platz nehmen und dem Geschehen zu sehen. Ich spreche kein Niederländisch, konnte aber trotzdem einiges verstehen. So ging man z. B. auf das Matriachat ein und dass junge Bullen in der Natur irgendwann aus von ihren Müttern, Tanten, Schwestern oder Cousinen aus der Herde vertrieben werden. Junge Bullen würden sich dann zu Junggesellengruppen zusammen schließen. Und genau so eine Jungbullen-WG hat Dierenrijk aufgenommen.

Beim Medical-Training zeigt dann ein Bulle – in meinem Fall Sibu – die Vorder- sowie Hinterfüße zwecks Sohlen- und Nagelkontrolle, er hält ein Ohr heraus (für eventuelle Blutabnahmen) und öffnet das Maul, um die Zähne zu kontrollieren. Ich fand dieses Training sehr interesant und für Besucher kurzweilig gemacht.

Laut dem Pfleger gibt es in der Gruppe keinen wahren Chef. Interessant finde ich auch die Tatsache, dass es in den 3 möglichen 2-Kontellationen jeweils immer ein anderer etwas mehr das Sagen hat.

 

© Stephanie Wroben, 2006 - 2010 www.Elefanten-Fan.de