Zoo Stuttgart - Wilhelma

Die Wilhelma, wie der Zoo Stuttgart genannt wird, haben wir am 30.10.2007 besucht. Freunde haben uns durch "ihre Helmi" geführt und mit Infos natürlich nicht gespart.

"Die Wilhelma ist eine historistische Schlossanlage und ein zoologisch-botanischer Garten im Stuttgarter Stadtbezirk Bad Cannstatt. Sie wurde im Jahr 2006 von mehr als zwei Millionen Gästen besucht.

Im Jahre 1829 wurden auf dem Gelände der heutigen Wilhelma, auf dem damals das Schloss Rosenstein stand, Mineralquellen gefunden. Der damalige König von Württemberg, Wilhelm I., wollte dann ein Nebenhaus , ein „Badhaus“, im Schlosspark errichten lassen. Schließlich ließ er das „Badhaus“ im maurischen Stil erbauen, der zu jener Zeit im Trend war und die Alhambra im spanischen Granada zum Vorbild hatte. Das Badhaus sollte durch eine Orangerie ergänzt werden.

Im Jahr 1837 schließlich wurde der Architekt Karl Ludwig von Zanth mit der Planung der Anlage beauftragt. Da der König in einer von Umwälzungen geprägten Zeit, nur wenige Jahre nach einer großen Hungerkrise, lebte, zögerte er, die hohen Kosten für das ehrgeizige Vorhaben aufzubringen. So vergingen einige Jahre, bis das erste Gebäude der Wilhelma fertiggestellt war. Mehrfach stand das Projekt gänzlich vor der Einstellung.

1842 wurde mit dem Bau des ersten Gebäudes begonnen, das auf Anweisung des Königs Wilhelma genannt wurde. Der Architekt Zanth verstand es, den König für seine Ideen zu begeistern, sodass sie trotz aller Widerstände ausgeführt wurden. Im Verlauf der Planungen war aus dem „Badhaus“ ein Wohngebäude mit mehreren Räumen geworden, darunter ein Kuppelsaal mit zwei angrenzenden Gewächshäusern mit je einem Eckpavillon. Als die Wilhelma 1846 anlässlich der Hochzeit von Kronprinz Karl mit der Zarentochter Olga Nikolajewna eingeweiht wurde, gab es ein Festsaal, zwei Hauptgebäude mit mehreren höfischen Räumen, verschiedene Pavillons, Gewächshäuser und großzügige Parkanlagen.

Die Wilhelma wurde bei Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg beschädigt. Einige historische Gebäude, Anlagen und Gärten waren verschont geblieben, große Teile der Anlage waren in einem ruinösen Zustand. Der damalige Direktor Albert Schöchle wollte die Anlage beleben und hatte die Idee hier Tiere zu zeigen.
Im Jahr der Wiedereröffnung 1949 wurde eine Aquarienschau organisiert, 1950 gab es neben einer Vogelschau die Ausstellung „Tiere des deutschen Märchens“, es folgten: „Schlangen, Saurier, Krokodile“, „Afrikanische Steppentiere“ oder „Indische Dschungeltiere“. Stets blieben diese Tiere danach in der Wilhelma. Die Behörden (Finanzministerium) boten Widerstand und ordneten die Entfernung der Tiere an. 1956 wurde der Verein der Freunde und Förderer der Wilhelma gegründet. 1960 billigte der Ministerrat mit Zustimmung (1961) des baden-württembergischen Landtages den weiteren Ausbau der Wilhelma zum zoologisch-botanischen Garten.

Immer wieder entstanden neue Bauten. Erstes modernes Zoogebäude war das Aquarium, das 1967 eingeweiht wurde. 1968 folgten Raubtierhaus, Elefanten- und Nashornhaus sowie Flusspferdhaus. Albert Schöchle ging 1970 in den Ruhestand, sein Nachfolger wurde sein Mitarbeiter Wilbert Neugebauer, in dessen Zeit u. a. die Affenhäuser, das Jungtieraufzuchtshaus, die südamerikanische Anlage und die Anlage für afrikanische Huftiere vollendet wurden.
Im Jahr 1991 folgte die Eröffnung der Bärenanlage, 1993 wurden die Vogelfreifluganlage und der Schaubauernhof eröffnet. Damit hatte die Wilhelma ihre heutige Größe erreicht. In der Kombination von Tieren und Pflanzen gilt sie unter Experten als einzigartig.

Ein neues Elefantenhaus sowie ein neues Menschenaffenhaus befinden sich in der Planungsphase, Baubeginn für das neue Menschenaffenhaus (Baukosten ca. € 13 Mio.) wird im Frühjahr 2008 sein. Der Baubeginn für die Elefantenanlage wird sich voraussichtlich auf 2012/2013 sein... oder sogar noch später. Ob die Wilhema-Elefanten ihre neue Anlage dann noch erleben werden?

In der Wilhlema leben 2 Elefantenkühe:

Pama (geb. 1966) und
Zella (geb. 1967)

Lange Zeit lebten die Elefanten zu viert in Stuttgart. Besucherliebling Vilja, (geb. ca. 1949) verstarb am 10.07.2010. Als 61-jährige galt sie als ältester afrikanischer Zooelefant in Europa. Am 13.07.2011 musste Elefantenkuh Molly eingeschläfert werden. Sie litt lange Zeit an einer schmerzhaften Entzündung der Vorderfüße. In den Wochen vor ihrem Tod baute sie weiter ab und das Team um sie herum konnte ihr immer weniger helfen. Um ihr weiteres Leid zu ersparen, entschied man sich sie einzuschläfern.

Nähere Infos zu Wilhemlam-Elefanten

 

Am Nachmittag wurden die Elefanten zurück ins Haus geholt. Zur wärmeren Jahreszeit kommen sie gegen 16.30 Uhr ins Haus. In der kälteren Zeit richtete man sich nach der alten Dame Vilja. Wenn sie genug frische Luft geschnuppert hatte und es ihr zu kalt war, gab sie ein Zeichen und die Pfelger holten ihre Schützlinge ins Haus.


Dort werden sie dann abgeduscht und können in 28 Grad warmem Quellwasser baden, das ihnen sichtlich Spaß macht und gut tut.
Bei der alten Vilja konnte man beobachten, dass das Bad ihr gut tat. Sie kam schneller und besser raus als rein....

Die heutige Außenanlage ist 500 m² groß. Die ursprünglich typische Kuchentellerplattform wurde durch Einbau von Scheuerbäumen und Sandbecken tiergerechter gestaltet. Das Haus wurde 1968 als Betonzweckbau mit einem Absperrgraben errichtet. In den 1990iger Jahren wurden Schaukelseile installiert die eine Ankettung unnötig machten.
Insgesamt entspricht die Anlage nicht mehr dem heutigen Standard. Es gibt Pläne für einen Neubau, um auch die Möglichkeit zu besitzen, eine Zuchtgruppe zu halten. Nachdem im Februar 2007 bekannt wurde, dass der Baubeginn des neuen Rosensteintunnels (B 10), der direkt unter der Elefantenanlage verläuft, sich um mindestens drei Jahre auf 2012 verzögern würde, wurde auch mit einem Baubeginn der neuen Elefantenanlage nicht vor 2017 gerechnet, so dass diese Anlage voraussichtlich 2018/19 fertig gestellt worden wäre. Proteste aus Teilen der Öffentlichkeit haben dazu geführt, dass nun doch 2009 mit dem Bau des Tunnels begonnen wird, so dass das Elefantenhaus aller Voraussicht nach ab 2012 gebaut und 2013/14 eröffnet werden kann.

Aufgrund der natürlichen Empfindlichkeit von Elefanten gegen Vibrationen und Erschütterungen im Erdreich ist es zwingend notwendig, dass zuerst der Tunnel und erst danach die neue Anlage über dem Tunnel gebaut wird."
Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelma

  

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