Bioparc Valencia

 

Den Bioparc Valencia besuchte ich am 09. und 10.05.2011.

Er wurde im Februar 2008 eröffnet und ist von daher ist ein neu geplanter und als Geo-Zoo konzipierter Zoo. In Valencia gab es einen Vorgänger-Zoo, der im Jahre 1965 eröffnet und 2007 geschlossen wurde. Dieser Zoo war allerdings eine rein städtische Einrichtung, die die ganzen Jahre über eigentlich immer nur ein „Provisorium“ war.
Der Bioparc Valencia hingegen ist ein privatgeführter Zoo. Er hält 4500 Tiere in 145 Arten und hat eine Größe von 10 ha - 2 ha misst der Eingangsbereich und 8 ha. Es stehen aber noch 5 weitere ha zu Verfügung, die zum Zoo hinzukommen könnten. 

Am 09.05.2011 war ich von Toresöffnung bis kurz vor Feierabend im Zoo. So hatte ich genügend Zeit den Zoo 2 – 3 mal zu durch runden. Am 10.05.2011 hat sich der Direktor eine gute Stunde Zeit für mich genommen, um mir meine Fragen zu beantworten – ein herzliches Danke schön noch mal dafür.

Im Bioparc leben zur Zeit 7 afrikanische Elefanten:

der Bulle Jambo, geb. 15.03.2004 im Colchester Zoo – seit 03-2008 dort

sowie die Kühe

Matla, geb. Wild 2000 – von Privatfarm in Namibia, seit 11-2008 dort
Muti, geb. wild 2001 – von Privatfarm in Namibia, seit 11-2008 dort
Metzi, geb. wild 2003 – von Privatfarm in Namibia, seit 11-2008 dort
Miri, geb. wild 2003 – von Privatfarm in Namibia, seit 11-2008 dort
Maya, geb. wild 2004 – von Privatfarm in Namibia, seit 11-2008 dort
Manti, geb. wild 2005 – von Privatfarm in Namibia, seit 11-2008 dort

 

nähere Infos zu den Elefanten in Valencia

 

Bei meinem Besuch lebten aber noch 3 weitere Elefanten in Valencia.

Greta, geb. Wild 1983 – aus Moskau, von 10-2007 bis 30.08.2012 - jetzt Beekse Bergen
Betty, geb. wild 1983 – aus Moskau, von 10-2007 bis 07.09.2012 - jetzt Beekse Bergen
Bully, geb. wild 1985 – aus Zirkus Mundial, von 09-2007 bis15.05.2012 - jetzt Zoo Barcelona

 

Die Elefanten in Valencia wurden damals in 2 Gruppen gehalten:

  • die 3 älteren Kühe: Bully, Betty und die Chefin Greta
  • die 6 jüngeren Kühe Muti, Metzi, Miri, Maya, Manti uns die Chefin Matla
  • der Bulle Jambo wechselt täglich die Gruppen, die beiden Gruppen wechseln regelmäßig die Anlagen

Es gibt eine kleinere Außenanlage, die eigentlich für den Bullen bestimmt ist. Sie misst ca. 1.500 qm. Die größere weist ca. 4.000 qm auf. Auf der großen Anlage gibt es ein Badebecken, das von einem Wasserfall gespeißt wird. Viele große Kunstfelsen dienen auch als Schattenspender. Beeindruckend sind die „Baobab“-Bäume.
Von mehrern Aussichtspunkten hat der Besucher die Möglichkeit die Elefanten zu beobachten. Täglich gibt es eine bzw. mehrer Streufütterungen. Bei einer solchen Fütterung habe ich den Pfleger "genervt", um die jungen Kühe auseinander halten zu lernen. Besonders bei ihnen ist es besonders schwer, da sie sich alle 6 sehr ähneln.

Das Haus ist für Besucher nicht zugänglich. Es hat 2 mal 3 sich gegenüberliegende Boxen für die Kühe sowie 2 Boxen für den Bullen. Daran angeschlossen ist ein Bullen-Kral, der Jambo Ruhe bieten kann, wenn er in die Musth kommt. Nachts kommen die Tiere ins Haus, damit die Anlagen saubergehalten werden können.

Der Bioparc eröffnete 2008 während der großen Finanzkrise, die 2011 immer noch bemerkbar ist. Der Elefantenbereich hat noch nicht die vom Direktor gewünschte Personalstärke. Der Tagesablauf und die Versorgung ist geregelt. Aber der Trainingsumfang ist immer noch nicht so, wie man es sich gerne wünscht. Pflege- und zeitintensiv sind die älteren Kühe. Die ehemaligen Moskauer Kühe mussten erst einmal an die Fußpflege gewöhnt und trainiert werden. Dann kam hinzu, dass Bullys sich ihren einzigen Stoßzahn abbrach und daher täglich mehrmals behandelt werden muss. Man trainiert im Moment 2 - 3 mal die Woche, möchte aber gerne täglich trainieren.

Ende August , Anfang September 2012 hat Valencia die Kühe Greta und Betty nach Holland an den Zoo Beekse Bergen abgegeben. Im Mai wurde bereits die Kuh Bully nach Barcelona abgegeben. Valencia wollte die Bedingungen zur Zucht mit den jungen Kühen verbesser.
Ende November 2012 kam der Bulle Pambo aus dem Parque de la Naturaleza de Cabárceno nach Valencia, um die Kühe zu decken. Pambo habe ich im Septemer 2012 noch in seiner alten Heimat Cabarceno besucht.
Die Eingewöhnung verlief gut. Es gab auch erste Versuche ihn mit den Kühen zu vergesellschaften. Nur leider verstarb Pambo unerwartet am 
23.01.2013.
Am Abend des 22.01. fraß er wie üblich. Am nächsten Morgen fand man ihn aber liegend in seiner Box auf. Pambo zeigte ein Krankheitsbild ähnlich einer akuten Kolik. Man begann eine übliche Behandlung: in diesem Fall die Verabreichung von entzündungshemmenden Mitteln, Antibiotika, intravenöser Flüssigkeiten und die Entleerung des Mastdarms. Gleichzeitig versuchte man den Elefanten mit einem Kran auf die Beine zu helfen, da es aufgrund des hohen Gewichts und spezielle Anatomie des Elefanten nicht gut ist, lange zu liegen. Kurz vor 14.00 Uhr erlitt Pambo einen Atemstillstand und alle Versuche, ihn wiederzubeleben, gescheiterten.
 

 

 weitere Fotos gibt es im Fotoalbum 

Hier geht's zur Homepage des Bioparcs in Valencia:

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